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Ausgabe 1 (11/2013)

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Prof. Dr. Heinz Geuen / Foto: Horst Schmeck

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

eine Institution wie die Hochschule für Musik und Tanz ist ein komplexes und wunderbares Gebilde. Unsere sechs Fachbereiche, das Zentrum für Zeitgenössischen Tanz , das Pre-College-Cologne und die Institute sind neben Lehre und Studium Plattformen vielfältiger Aktivitäten in Hinblick auf Projekte, künstlerische Entwicklungen und Forschungsvorhaben.

Eine künstlerische Hochschule ist aber auch eine Institution, in der Menschen im Hintergrund wirken, in der Fachbereichsorganisation, in der Bibliothek,  in der Veranstaltungsorganisation oder in der Hausverwaltung, und für viele oft noch weniger sichtbar in der Personalabteilung oder im Haushaltsdezernat. Auch hier wird für die Exzellenz gearbeitet und nicht selten Unmögliches möglich gemacht.

Dass dieses komplexe Gebilde nach innen und nach außen in permanenter Bewegung ist, versteht sich an einer künstlerischen Hochschule von selbst. Dabei gilt es nicht nur, kleinere und größere Alltagsprobleme zu bewältigen, sondern auch hochschul- und strukturpolitischen Herausforderungen zu begegnen, sich miteinander auseinanderzusetzen sowie Entscheidungen zu treffen und vor allem auch zu kommunizieren. 

Unser Newsletter soll eine Klammer sein, damit die Menschen in unserem Haus stärker miteinander und mit der Institution Hochschule in Kontakt geraten. Er soll aber genauso in die Außenwelt hinein strahlen, zu unseren Freunden und Fördereren ebenso wie in die hochschulaffine Kulturöffentlichkeit, zu unseren Alumni und aus dem Dienst ausgeschiedenen Hochschulmitgliedern.

Das elektronische Medium soll uns dabei helfen, die räumliche und zeitliche Differenz zu überwinden, die es uns so schwer macht uns als ein Ganzes zu erleben. Es soll dem Bedürfnis nach Information und Teilhabe gerecht werden und eine Plattform sein, auf der unsere zentralen Themen und herausragenden Projekte ebenso Platz finden wie Berichte und Nachrichten über ausgeschiedene oder neu zu uns gestoßene Lehrende. Um dieses Ziel zu erreichen, werden wir sicher noch viel üben müssen: bei der Themenauswahl ebenso wie bei der Ausgestaltung. Dabei können Sie uns helfen, und zwar durch Ihr kritisch-konstruktives Feedback ebenso wie durch Ihre aktive Mitarbeit.

Herzliche Grüße

Ihr Prof. Dr. Heinz Geuen
- Rektor -

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Semestereröffnung am 7. Oktober 2013

Rede des Rektors Prof. Dr. Heinz Geuen

Liebe Studierende,
liebe Kolleginnen und Kollegen, 
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Verwaltung, 
liebe Gäste,

im Namen des gesamten Rektorats begrüße ich Sie ganz herzlich zum Beginn des Wintersemesters 2013/14. Es ist meine erste „reguläre“ Semestereröffnung nach meinem Amtsantritt im vergangenen Sommersemester und insofern eine Premiere für mich.

Premiere für die Semestereröffnung hat auch ein neues Format, das wir heute gewissermaßen einmal „testen“ wollen. Ihr kritisches Feedback wird uns helfen, diese zentrale Kommunikations- und Feierstunde weiter zu verändern - mit dem Ziel, dass die Veranstaltung möglichst breit in die Hochschule hineinwirkt. 

Die eigentlichen Studieneinführungsveranstaltungen und viele Termine zur Unterrichtseinteilung haben bereits in der vergangen Woche stattgefunden, ebenso die erste Begrüßung unserer neuen Erstsemester. Dem AStA und dem Betreuungsbüro, unterstützt durch das Fachbereichsmanagement, danke ich ganz herzlich für die sorgfältige und liebevolle Vorbereitung. Besonders hervorheben möchte ich, dass AStA und Betreuungsbüro am 1. Oktober eine atmosphärisch sehr gelungene Kennenlernparty für unsere Erstsemester ausgerichtet haben, bei der auch das Rektorat Gelegenheit bekam sich vorzustellen.

Neben dieser Entzerrung des ehemaligen Dies academicus und der Verlegung der offiziellen Eröffnungsfeier auf den Beginn der zweiten Semesterwoche gibt es zwei weitere Neuerungen. Zum einen verzichten wir heute und in Zukunft auf Verabschiedungen, Begrüßungen und Ehrungen sowie auf den Semesterbrief des Rektors und vertrösten Sie in Hinsicht auf diese Inhalte auf die Einführung eines neuen Kommunikationsmediums – dem Hochschul-Newsletter, in dem neben Personalia und allgemeinen Informationen auch struktur- und hochschulpolitische Themen des Rektorats ihren Platz finden werden. 

Die zweite Veränderung innerhalb der Eröffnungsphase wird sein, dass wir jedes Semester mit einem inhaltlichen Thema beginnen werden. Für dieses Mal und möglicherweise auch für die nächsten Male soll dieses Thema einzelnen Aspekten des Leitbildprozesses entnommen werden. Dieses Leitbild hat der Senat unserer Hochschule am 10. Juli 2013 verabschiedet. Aber das Wesen eines solchen Prozesses ist es ja, dass er inhaltlich eigentlich nie ein Ende finden kann. In Anlehnung an Bob Dylan lade ich daher ein zu einer "never ending tour" durch und zu unserem Selbstverständnis als Hochschule für Musik und Tanz Köln. Anregungen dazu sind wie immer willkommen. 

Bei meiner Antrittsrede als Rektor am 23. Mai habe ich mich auf die Idee der unbedingten Universität Jacques Derridas bezogen. Dabei hatte ich das Spannungsverhältnis thematisiert, das zwischen dem unverzichtbaren unbedingten Anspruch in der Zielbestimmung und den institutionellen und politischen Grenzen liegt, die das Handlungsfeld eines Rektors bestimmen. Zwar habe ich schon im Mai geahnt, dass dieses Spannungsfeld bald ganz konkret meinen Alltag bestimmen würde. Denn die finanziellen und strukturellen Herausforderungen, die wir zu bewältigen haben, waren mir und uns allen natürlich bewusst. Dass das Derrida‘sche Dilemma aber schon wenige Wochen später in einem veritablen, in der Öffentlichkeit auch überregional teils heftig diskutierten Konflikt zum Ausdruck kommen würde, war mir allerdings keinesfalls klar. Ich meine damit die Diskussion um das Zentrum für Zeitgenössischen Tanz (ZZT), das – wie allseits bekannt – nicht mit der Folkwang-Universität fusioniert werden soll, sondern in unserer Hochschule erhalten bleiben wird. Verschweigen kann ich allerdings nicht, dass diese künstlerisch wünschenswerte Entscheidung des Verbleibs uns allen, aber auch dem ZZT, Opfer aufbürden wird. Es wird Einsparungen im Personal des ZZT geben müssen, ebenso Modifikationen in den entsprechenden Studienordnungen. Darüber hinaus sind Anstrengungen der Hochschule insgesamt erforderlich, Mittel für die desolate Raumsituation in Nippes aufzubringen sowie Drittmittel für die Stabilisierung des Studienprofils einzuwerben.

Die Diskussion um das ZZT besitzt allerdings auch eine grundsätzliche Seite. Und diese hat ganz intensiv nicht nur mit dem Konflikt zwischen Vision und Realität zu tun, sondern auch mit der Frage von Öffentlichkeit und Partizipation an hochschulpolitischen Entscheidungen. Ich verschweige daher nicht, dass mich der Vorwurf mangelnder Transparenz, dem ich mich ganz persönlich ausgesetzt sah, tief getroffen hat - war doch das Gegenteil meine Absicht. Es sollte ja ein offener Prozess begonnen werden, in dem Möglichkeiten, Chancen aber auch Grenzen einer Fusion zu erarbeiten gewesen wären. Dazu ist es aber gar nicht erst gekommen, da die bloße Vorstellung einer Verlagerung oder strukturellen Veränderung des Tanzzentrums und seiner Studiengänge offenkundig ausreichte, um massive Ängste auszulösen und um eine – ich sage es offen – teilweise grenzwertige Kampagne in der Öffentlichkeit zu gestalten.

Es geht hier aber nicht um die Larmoyanz eines harmoniebedürftigen Rektors. Die Ereignisse des Sommersemesters, zu denen ja auch die schwierige Umsetzung der notwendigen Einsparungen im Bereich der Lehraufträge gehörte, haben mich deshalb so beschäftigt, weil sie mir und dem gesamten Rektorat zwei Grundsatzfragen deutlich gemacht haben. Zum einen ist es die Forderung aus der Hochschule und aus der Öffentlichkeit heraus nach umfassender und unmittelbarer Transparenz in Bezug auf möglichst alle Pläne und Überlegungen. Zum anderen ist es die Frage danach, welche Möglichkeiten einer breiten Mitwirkung an Entscheidungen notwendig, wünschenswert und realisierbar sind. Zur Transparenz-Frage habe ich im Umfeld des Tanz-Themas viel kommuniziert und viel gelernt. Mir ist dabei auch deutlich geworden wie stark die Erwartungen an das Rektorat als Entscheidungsträger sind und wie diese Erwartungen aber auch von der Position und der Rolle des Transparenz Fordernden abhängen. Es existiert daher einerseits die Erwartung sofortiger und lückenloser Kommunikation nach innen und außen, und andererseits gibt es die inhaltliche und moralische Notwendigkeit Kommunikation zu stufen, von den unmittelbar Betroffenen ausgehend über die Hochschulgremien und zu den studentischen Vertretungen in die Hochschulöffentlichkeit hinein. Neben dieser Frage des Timings ist aber ein weiterer wichtiger Aspekt von Bedeutung: Nicht jeder in einer Rektoratssitzung geäußerte Gedanke, der Veränderungspotenzial hat, und nicht jede Personal- und Strukturüberlegung, die in Fachbereichen und Studiengängen angestellt wird, kann und darf sofort öffentlich gemacht werden. Ich will nicht missverstanden werden: Keinesfalls ist dies ein Plädoyer für Rektorats-Hinterzimmerpolitik. Es ist aber sehr wohl ein Plädoyer für Vertrauen, das eben bedeutet, dass nicht jede subjektiv noch so berechtigt erscheinende Forderung nach Transparenz sofort erfüllt werden kann oder darf. Dieses Vertrauen so verantwortungsvoll wie nur irgend möglich zu rechtfertigen, ist meine persönliche Leitlinie und steht im Zentrum der Arbeit des gesamten Rektorats.

Nicht weniger schwierig verhält es sich mit dem Komplex Partizipation. Es wird nicht möglich sein, Sparmaßnahmen immer im Konsens mit den davon Betroffenen durchzuführen – schon gerade dann nicht wenn es um konkrete Personen geht, denen Kürzungen zugemutet werden. Gleichwohl sind solche Maßnahmen unumgänglich – ebenso wie strukturelle Veränderungen, die beispielsweise in Bezug auf die Profilierung der Standorte in Aachen und Wuppertal teils schon angegangen wurden und teils noch vor uns stehen. Selbstverständlich muss hier Partizipation auf breiter Basis Priorität haben. Aber sie wird nicht unbegrenzt möglich sein, da immer auch Entscheidungen mit dem Blick auf das Ganze zu treffen sind, die nicht die Zustimmung aller finden können. Hier ist aber in jedem Fall Transparenz herzustellen – nicht im Sinne einer jede Arbeit und jedes Vertrauen lähmenden vollständig gläsernen Kommunikation von Anfang an, aber sehr wohl im Sinne des Öffentlich-Machens von Entscheidungsprozessen und des Werbens für Begründungen. 

Die kommenden Semester werden eine Reihe von Herausforderungen bereit halten, die Transparenz und Partizipation in der geschilderten Weise auf die Probe stellen werden. Mit Blick auf den Zielvereinbarungsprozess im Jahr 2014 mit dem Ministerium werden wir viele Anstrengungen unternehmen, finanzielle Rahmenbedingungen und Sicherung höchstmöglicher Qualität zusammenzubringen. Insbesondere einige Zentraldisziplinen der künstlerischen Ausbildung benötigen höchste Aufmerksamkeit. Ich denke hier an anstehende und ausstehende Berufungen bei den Streichinstrumenten und im Klavier, aber auch an Vakanzen, die in den nächsten beiden Jahren eintreten werden.

Lassen Sie uns daher im Bewusstsein unserer Stärken mit Zuversicht sowie mit einer gesunden Mischung aus kritischer Teilhabe und Gelassenheit dieses Wintersemester beginnen. Ich wünsche uns allen dazu gutes Gelingen.

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Begrüßung zur Semestereröffnung der HfMT Köln

Rede des AStA-Vorsitzden, Toni Geiger

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Geuen,
sehr geehrte Mitglieder des Rektorats,
sehr geehrte Lehrende,
sehr geehrte Mitarbeiter,
liebe Studentinnen und Studenten und besonders: Liebe Erstsemestlerinnen und Erstsemestler,

zum ersten Mal seit vielen Jahren hat an unserer Hochschule eine gemeinsame Einführungswoche für alle Studiengänge stattgefunden. Seit Dienstag letzter Woche bestand für Studierende am Beginn ihrer künstlerischen, instrumentalpädagogischen und schulmusikalischen Ausbildung die Möglichkeit, sich in verschiedensten Umgebungen bei Konzertbesuchen, Stadtrundgängen und Museumsführungen kennenzulernen und auszutauschen. Dieses Angebot stelle ich deshalb so exponiert vor, weil ich glaube, dass sein Ziel, nämlich, Studierende untereinander ebenso wie mit unserer Hochschule zu verbinden, genau das ist, was wir hier mehr brauchen. In meiner Studienzeit habe ich leider zu oft Grüppchenbildung und Desinteresse an allem, was außerhalb des eigenen Dunstkreises liegt, erlebt. Deswegen appelliere ich an Euch: Bleibt nicht ausschließlich in den komfortablen Kreisen eures Studiengangs hängen! Die Hochschule bietet dadurch, dass hier Musikbegeisterte aus verschiedensten Ländern, verschiedensten Richtungen und mit den verschiedensten Zielen studieren, ein reiches Potenzial und vielfältige Perspektiven. Hört euch unterschiedliche Meinungen an! Nehmt an gemeinsamen Veranstaltungen teil! Vernetzt euch! Startet gemeinsame Projekte! Und probiert euch aus - sowohl allein als auch im gemeinsamen Arbeiten! Unsere Hochschule bietet all diese Möglichkeiten, seinen Horizont zu erweitern und sich zu entwickeln. Nehmt sie wahr, lasst euch Zeit, sie zu erkunden und schaut, wo sie euch hinführen. Bei all dem geht es nicht nur um die Entwicklung eurer technischen und handwerklichen Fähigkeiten; es geht auch um eure Persönlichkeit. Das Bachelor- / Mastersystem mag dazu verleiten, ruhig und friedlich jedes Semester seine Credits einzusammeln, und das ist auch ohne Probleme möglich. Worum es aber wirklich gehen sollte, egal ob ihr Lehrer, Instrumentalpädagoge, Bühnenwunder oder etwas ganz anderes werden wollt: Das ist eure Persönlichkeit. Eure individuellen Ansichten, eure Energie, als junge Menschen Frisches zu schaffen, eure Fähigkeit, zu begeistern. Denn beim Blick in die Schulen, Musikschulen und Konzertsäle stellt man fest, dass die Musik diese Dinge dringender denn je braucht: Frische und Begeisterung. Nur so werdet Ihr - was meiner Auffassung nach die zentrale Aufgabe der Musik ist - andere Menschen erreichen; und nur so werdet ihr selbst mit den Schwierigkeiten zurechtkommen, die das Leben als Musiker mit sich bringt. Den Herausforderungen des Studiums müsst ihr nicht alleine begegnen; es gibt an dieser Hochschule viele Stellen, die euch unterstützen können. Fordert diese Unterstützung mit Nachdruck ein! Sie steht Euch zu. Denn nur aus einem Grund gibt es hier Lehrende, Mitarbeiter der Verwaltung und auch studentische Organisationen wie das Betreuungsbüro und den AStA: wegen der Studierenden, wegen uns. Nehmt diese Unterstützung in Anspruch! Bewegt etwas! Und bringt euch ein! Ich wünsche euch und Ihnen alles Gute, frische Kraft und nachhaltige Begeisterung - für die Musik und für das Jahr, das vor uns liegt.

Vielen Dank.

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Projekte und Veranstaltungen

Aleksander Zhibaj / Foto: privat

Gemeinsames Sinfoniekonzert der Standorte Aachen und Wuppertal 

  • 03.11.2013 / 17:00 Uhr, Historische Stadthalle Wuppertal
  • 10.11.2013 / 17:00 Uhr, Krönungssaal des Aachener Rathauses
  • Leitung Prof. Herbert Görtz

Programm 

  • Richard Wagner: Ouvertüre zu "Die Meistersinger von Nürnberg"
  • Antonin Dvorák: Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104
  • Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68 

Einmal jährlich - das ist inzwischen zur Tradition geworden - bringen die Orchester der Hochschulstandorte Aachen und Wuppertal gemeinsam unter der Leitung von Prof. Herbert Görtz große symphonische Literatur zur Aufführung. Beim Violoncellokonzert wird im Konzert am 03.11. Aleksander Zhibaj aus der Klasse von Prof. Susanne Müller-Hornbach zu hören sein, im Aachener Konzert am 10.11. spielt Kornelia Briese aus der Klasse Prof. Hans-Christian Schweiker den Solopart.

Eintritt

  • 03.11., 18 Euro / erm. 10 Euro
  • 10.11., 10 Euro

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Foto: Christian Nielinger

Sinfoniekonzert am Standort Köln

  • 14.11.2013 und 15.11.2013 / 19.30 Uhr
  • Konzertsaal der HfMT Köln mit dem Sinfonieorchester der HfMT Köln
  • Leitung: Prof. Michael Luig
  • Solistin: Cordelia Weil

Programm

  • Franz Schreker, Kammersinfonie
  • Richard Wagner: Wesendonck-Lieder (Instrumentierung Hans Werner Henze)
  • Igor Strawinsky: Pulcinella-Suite

Franz Schreker ist nach seinem Tod 1934 fast in Vergessenheit geraten. Heute gilt der Komponist als ein ebenso aufregender Neutöner wie Schönberg, Strauss oder Korngold. Seine Kammersinfonie schrieb er (UA 1916) für 23 Musiker, „ ... die eigentlich alle Solisten sein sollten - so anspruchsvoll und filigran ist die Partitur angelegt. Die Wechsel zwischen solistischer Eleganz und seidigem Ensemble-Sound schillern mit verführerischer Kraft.“ (Werner Theurich) Dem gegenüber steht die im Jahr 1976 veröffentlichte Instrumentierung der Wesendonck-Lieder (Fünf Lieder für eine Frauenstimme auf Gedichte von Mathilde Wesendonck von Richard Wagner) durch den Komponisten Hans Werner Henze. Zum Ziel seiner Bearbeitung erklärte Henze selbst, den ,vortristanschen Zustand' zu evozieren. Aus diesem Grunde habe ich einen kleinen Apparat von sieben Holzbläsern, zwei Hörnern, Harfe und einem kleinen Streichorchester gewählt, so dass der Vorübungscharakter der Lieder erhalten bleibt. Gleichzeitig versuche ich aber, durch harmonische Aufbrechungen den schon der Klavierfassung inhärenten tristanesken Klang zu entfalten."
Als letztes Werk des Konzertabends erklingt die Pulcinella-Suite von Igor Strawinksy.

Eintritt

  • 6 Euro / erm. 4 Euro
  • Hochschulangehörige und Mitglieder des Vereins der Freunde und Förderer haben freien Eintritt.

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Atos Trio / Fotos: Steven Haberland

Kammermusikreihe “Spitzentöne” 

Die vom Förderverein der Hochschule initiierte Kammermusik-Reihe wartet dieses Jahr noch mit zwei hochkarätig besetzten Konzerten auf. 

Am 5. November verspricht das Atos Trio musikalische Höchstgenüsse mit Werken von Haydn, Franciax und Beethoven. Zahlreiche internationale Preise und hochkarätige CD-Einspielungen zeugen von der herausragenden Musikalität. Annette von Hehn, Stefan Heinemeyer und Thomas Hoppem bilden das Trio, welches heute eines der ganz wenigen deutschen Kammermusikensembles ist, die weltweit die großen Konzertreihen und Festivals erobern.

Der Auftritt des Cellisten Johannes Moser in Begleitung des Pianisten Andrei Korobeinikov bildet am 3. Dezember den diesjährigen Abschluss der Reihe. Seit kurzem ist der Deutsch-Kanadier Professor an der Hochschule, als Cello-Solist spielt Johannes Moser in der höchsten Liga weltweit. Er kann bereits auf enormes internationales Renommee bauen: Beste Orchester wie die Berliner Philharmoniker, die Chicagoer und New Yorker Philharmoniker sowie Mariss Jansons Amsterdamer Concertgebouw Orchester luden ihn als Solisten ein. 

Eintritt

  • 10 / erm. 5 Euro  
  • Karten über die Geschäftsstelle der Freunde und Förderer: montags 9-14 Uhr, dienstags u. mittwochs 9-11 Uhr, im Internet unter www.foerderer-hfmt.de und an der Abendkasse
  • Telefon: 0221 / 912818-1330 oder mail(at)foerderer-hfmt(dot)de

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Claviernacht - Präludieren, Fantasieren, Improvisieren 

  • 22.11.2013 / 19.30 – 24.00 Uhr
  • Konzertsaal, Kammermusiksaal, Raum 109, Raum 114 der HfMT Köln und die Kirche St. Kunibert

Die HfMT Köln veranstaltet in ihren Räumlichkeiten zum dritten Mal eine Nacht der Tasten. Zu hören sind eine Reihe von zwölf moderierten Wandelkonzerten. Dieses Mal wird es »phantastische«, nächtliche Begegnungen zwischen Clavieren unterschiedlicher Art geben. So trifft zum Beispiel die Orgel auf ein Cembalo um ihre Ansichten über die Chromatische Fantasie und Fuge von J. S. Bach auszutauschen. Ein historisches Erard-Fortepiano hat ein Rendezvous mit dem modernen Steinway-D-Flügel, um über beliebte Opernthemen zu fantasieren. Ein anderer moderner Flügel hingegen kommuniziert mit modernster Elektronik, während sein Kollege mit den Elementen der offenen Form der 1950er Jahre jongliert. Was es bedeutet, bei einem »Prélude non mesuré« »con discrezione« zu gestalten, erfahren wir bei den Cembali. 

Man kann sich also auf ein interessantes, abwechslungsreiches Programm freuen, das von Studierenden und Lehrenden der Hochschule präsentiert wird. 

Eintritt

  • 6,--/erm. 4,-- Euro
  • Hochschulangehörige und Mitglieder des Vereins der Freunde und Förderer haben freien Eintritt.

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Chopin Wettbewerb Stiftung Kurd Aschenbrenner 

  • 04. bis 06.12.2013 
  • Preisträgerkonzert: 06.12.2013 / 19.30 Uhr  
  • Konzertsaal der HfMT Köln

Seit 1983 wird an der Hochschule für Musik und Tanz Köln der Chopin Wettbewerb der Stiftung Kurd Aschenbrenner ausgetragen. Dieser Wettbewerb, der in dreijährigem Turnus veranstaltet wird, ist offen für Studierende der vier NRW Musikhochschulen Detmold, Düsseldorf, Essen, Köln und der Hochschule für Musik und Theater Hannover.

Flyer: Chopin Wettbewerb

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Concorso La Cellissima - 1. ProCello Wettbewerb

für Studierende der HfMT Köln, initiiert und gestiftet von Prof. Maria Kliegel

  • 14.12.2013 / 14.00 – 20.00 Uhr Kammermusiksaal

Zum ersten Mal wird am 14. Dezember der von Prof. Maria Kliegel gestiftete ProCello Wettbewerb in der Hochschule stattfinden. Das besondere an diesem Wettbewerb ist: es gibt nicht mehrere Runden, sondern die Teilnehmer sind aufgefordert, ein 50-minütiges, moderiertes Rezital (ca. 35 Minuten Musik, 15 Minuten Wort in deutscher oder englischer Sprache) zu präsentieren. Die Teilnahme von maximal vier Kandidaten erfolgt nach den Vorschlägen der Professoren für Cello an der HfMT Köln. Programm und die Art der Moderation sind nach freier Wahl, allerdings mit der Auflage drei Epochen/Stilrichtungen abzudecken. Und es gibt ein Pflichtstück, schwer, unbekannt, sinnvoll. Das Publikum ist aufgefordert selbst einen Publikumspreis zu vergeben. 

Flyer: Concorso La Cellissima

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Institut für Neue Musik / Foto: Christian Nielinger

Vielfalt

Das Institut für Neue Musik stellt seine Aktivitäten im Sommersemester 2013 vor

Das Institut für Neue Musik zeigte sich im Sommersemester 2013 mit einer großen Vielfalt von Veranstaltungen außerordentlich aktiv.

Bereits im März war das WDR Sinfonieorchester in der Hochschule zu Gast. In Kooperation mit dem Landesmusikrat und dem Institut für Neue Musik erarbeitete und präsentierte das renommierte Orchester unter der Leitung von Titus Engel vier neue Werke junger Komponisten, unter anderem von Yasutaki Inamori, der in Köln studiert. 

Gleich zu Semesterbeginn hatte wie in jedem Jahr das Ensemble 20/21 eine wichtige Rolle im Rahmen des „Forum Neue Musik“ des DLF und hob in seinem Konzert ein neues Stück von Juliàn Quintero, der an unserer Hochschule studiert, aus der Taufe.  

In Kooperation mit dem Ensemble Musikfabrik wurde ein „Composer Collider“ veranstaltet, bei dem Studierende und Lehrende aus den Hochschulen Düsseldorf, Essen, Lübeck und Köln zusammentrafen und von jeder Hochschule vier neue Werke erprobt und diskutiert wurden. Dieser Austausch mit hervorragenden Interpreten neuer Musik und den Kompositionsklassen anderer Hochschulen war eine außerordentlich große Bereicherung des Studiums und soll in Zukunft regelmäßig fortgesetzt werden.

Das Acht Brücken Festival der Philharmonie eröffnet zahlreiche Möglichkeiten für junge Komponisten und Interpreten neue Musik zu präsentieren. An vielen spannenden Spielorten gab es Ur- und Wiederaufführung neuer Musik mit und ohne Elektronik, auch in Kooperation mit der Kölner Neue-Musik-Initiative ON. Ein besonders wichtiges Konzert im Rahmen des dem Komponisten Jannis Xenakis gewidmeten Festivals, war der Auftritt des Hochschulorchesters unter der Leitung von Manuel Nawri mit drei selten gespielten Werken von Xenakis und zwei Uraufführungen von Lin Yang und Giovanni Biswas, Studierenden der HfMT, im WDR Sendesaal. Die Zusammenarbeit mit dem Festival war sehr erfolgreich und wird in den kommend Jahren fortgesetzt.

Ende Mai reisten eine Handvoll Interpreten und Komponisten mit drei Dozenten an die Europäische Akademie Montepulciano, um neue um neueste Werke zu erarbeiten, die in Montepulciano und an allen drei Standorten präsentiert wurden.

Die Studierenden für Elektronische Komposition unternahmen ebenfalls eine Exkursion ans Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe, um dort ihre Musik zu präsentieren und sich mit den anderen Studios für elektronische Musik aus Deutschland und Europa auszutauschen. 

Gegen Ende des Semesters wurde die Oper „sweetyorpheus_27“ von Ole Hübner durch das Opernstudio der Hochschule am Theater Aachen mit Erfolg uraufgeführt. Es ist für das Institut für Neue Musik eine ganz besondere Freude, dass auch solch große Projekte auf Neugier innerhalb der Hochschule treffen und den Komponisten Möglichkeiten eröffnet werden, die sich in einem normalen Studium nicht bieten. 

Zum Abschluss des Semesters beteiligte sich das Institut für neue Musik am Eröffnungskonzert des Romanischen Sommers. In Zusammenarbeit mit der Posaunenklasse Ulrich Flad wurde in St. Pantaleon drei neue Stücke von Studierenden uraufgeführt, die den einzigartigen Raum der romanischen Kirche zum Klingen brachten.

Nicht unerwähnt bleiben soll, dass es auch zahlreiche Abschlusskonzerte von Studierenden gab, die immer viele Instrumentalisten organisiert und mit diesen ihre Werke einstudiert haben. Das ist eine Leistung der Studierenden, die nicht hoch genug einzuschätzen ist und es ist ein Glück, dass viele Kommilitonen bereit sind, dabei mitzuwirken.

Das Sommersemester 2013 war nicht nur von äußerst hoher Aktivität, sondern auch von sehr zahlreichen Kooperationen innerhalb und mit vielen Institutionen außerhalb der Hochschule geprägt. Das Institut für Neue Musik versteht sich als ein lebendiger Bestandteil des kulturellen Lebens der Hochschule und der Stadt Köln und ist glücklich über die vielen Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Unser Dank gilt vor allem auch allen Kollegen im Haus, die auf vielfältige Weise die Arbeit des Instituts tatkräftig unterstützen. 

Und inzwischen wächst glücklicherweise auch die mediale Präsenz des Instituts:  Bitte besuchen Sie uns gerne bei unseren Konzerten und Veranstaltungen - aber auch auf Facebook und auf unserer Homepage

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Stipendiaten / Foto: Horst Schmeck

Stipendiatenkonzert in der Villa Zanders

Applaus für ein gelungenes Debut

Von Publikum und Stipendiaten gleichermaßen begeistert aufgenommen wurde das erste, von der Hochschule für Musik und Tanz Köln in Kooperation mit der Villa Zanders durchgeführte Stipendiatenkonzert am 17. Oktober 2013 in der Villa Zanders in Bergisch Gladbach. 

Die Idee zu diesem Konzert entstand vor dem Hintergrund, in der Zusammenarbeit von Stipendiengebern und Hochschule einen neuen qualitativen Schritt nach vorne zu gehen und den Geldgebern die Möglichkeit des direkten Kontakts mit den von ihnen geförderten jungen Nachwuchskünstlerinnen und –künstlern zu bieten. 

Viele Stipendiengeber, Förderer und Sponsoren fanden den Weg nach Bergisch Gladbach in das wunderschöne Ambiente der herrschaftlichen Villa Zanders, die heute als Städtische Galerie fungiert. 

Der Abend begann mit einer kurzen, sehr interessanten Führung durch die aktuelle Ausstellung von Dieter Roth. Die Direktorin des Museums Dr. Petra Oelschlägel hatte es sich nicht nehmen lassen, diesen Ausnahmekünstler den Gästen näherzubringen.

Unter der Moderation von WDR-Redakteurin Corinna Rottschy präsentierten sich dann die Stipendiaten ihren Förderern auf eindrucksvolle Art und Weise. Nicht nur künstlerische Darbietungen standen auf dem Programm, sondern Corinna Rottschy gelang es, in Gesprächen mit einzelnen Stipendiaten und Stipendiatinnen dem Publikum einen lebendigen Eindruck des künstlerischen wie auch sozialen Engagements der Studierenden der HfMT Köln zu vermitteln. Ein Programmpunkt des „gemeinsamen Singens“ stieß auf allgemeine Freude. 

Beim anschließenden geselligen Miteinander im „roten Salon“ der Villa entstanden lebhafte Gespräche zwischen den Stipendiaten und ihren Förderern und so manche Visitenkarte wechselte ihren Besitzer.

Insgesamt eine sehr gelungene Veranstaltung, die zudem den Auftakt zu einer neuen Kammermusikreihe bildete, die in Kooperation mit der Städtischen Galerie Villa Zanders im kommenden Jahr mit vier Konzerten starten wird.

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Foto: Horst Schmeck

Forschung zu "Jedem Kind ein Instrument": Das erste JeKi-Jahr im Ruhrgebiet

Im Rahmen des Forschungsprojekts "GeiGe – Gelingensbedingungen individueller Förderung im ersten JeKi-Jahr" wurde JeKi-Unterricht im ersten Schuljahr untersucht. Beteiligt waren die Hochschule für Musik und Tanz Köln (Prof. Dr. Anne Niessen und Katharina Lehmann), außerdem die Universitäten Bielefeld (Prof. Dr. Ulrike Kranefeld) und Münster (Prof. Dr. Martin Bonsen). Gefördert wurde dieses Projekt drei Jahre lang vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. In den Blick genommen wurde eine der zentralen Zielsetzungen des Programms 'Jedem Kind ein Instrument', nämlich Grundschülerinnen und -schüler aus bildungsfernen Schichten, insbesondere Kinder mit Zuwanderungsgeschichte, zu fördern. Das Projekt GeiGe begleitete als Evaluationsstudie JeKi auf den Ebenen der Schulen, der Lehrenden und des Unterrichts. Im Kölner Teilprojekt wurde mit Hilfe der Auswertung qualitativer Interviews die Einschätzung der Lehrenden erhoben. Inzwischen ist das Forschungsprojekt abgeschlossen; die Ergebnisse werden zurzeit veröffentlicht.

Informationen dazu sind zu finden auf den Internetseiten des KIM -Kölner Institut für Musikpädagogische Forschung:

  • Forschung zu "Jedem Kind ein Instrument": Was kommt eigentlich danach?
  • JeKi-Schüler an weiterführenden Schulen

Hinter dem Titel "AdaptiMus - Adaptivität von Lernsituationen in Musikunterricht und Schulensembles. Jeki-Schülerinnen und -Schüler an weiterführenden Schulen" verbirgt sich ein Verbundprojekt der Universitäten Bielefeld (Prof. Dr. Ulrike Kranefeld) und der Hochschule für Musik und Tanz Köln (Prof. Dr. Anne Niessen und Michael Göllner), das von 2012 bis 2015 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Untersucht wird die Situation von Schülerinnen und Schülern, die das Programm „Jedem Kind ein Instrument (JeKi)“ durchlaufen haben und nun weiterführende Schulen besuchen. Welche Möglichkeit haben sie, ihre Kompetenzen und Erfahrungen in den Musikunterricht, in Ensembles und Musikklassen ihrer weiterführenden Schulen einzubringen? Wie nehmen Lehrer die Situation wahr, dass ihre Schüler über sehr unterschiedliche Vorerfahrungen mit Musik verfügen? Welche Schwierigkeiten und Chancen erleben sie bei dem Versuch, der Heterogenität ihrer Lerngruppen gerecht zu werden? Mit Hilfe von qualitativen Interviews mit Schülern und Lehrern an weiterführenden Schulen im Ruhrgebiet wird deren Situation erschlossen. Flankierend begleitet das Bielefelder Teilprojekt mit Hilfe von Videoaufnahmen einzelne Schülerinnen und Schüler bei ihrem Start in die weiterführenden Schule. 

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Lehrprojekt: "Sounds of Buchheim" – Musikpädagogische Perspektiven auf ein barrierefreies Stadtteilorchester

In einem von der Jazz Haus Schule Köln verantworteten Projekt unter der Leitung von Dr. Franz Kasper Krönig werden die Mitglieder verschiedenster Buchheimer Ensembles dazu angeregt, in einem barrierefreien Stadtteilorchester miteinander zu musizieren. Die Startphase dieses Vorhabens, in dem künstlerische sowie inklusionspädagogische Zielsetzungen verfolgt werden, wurde im Rahmen des Hochschulseminars unter der Leitung von Prof. Dr. Anne Niessen konzeptionell begleitet: Die SeminarteilnehmerInnen beschäftigten sich zunächst mit zentralen Begriffen und theoretischen Grundlagen (u.a. Inklusion, Heterogenität, Demokratisierung und Öffnung von Lernprozessen), bevor sie teilnehmend beobachtend musikpädagogisch herausfordernde Situationen in der Probenarbeit identifizierten und didaktisch-konzeptionelle Ideen für deren Bearbeitung entwickelten. In das Seminar integriert war ein „Expertenaustausch“, auf dem die Studierenden ihre Arbeitsergebnisse einer interessierten Öffentlichkeit vorstellten und für die weitere Arbeit im Ensemble zur Verfügung stellten. 

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Kölner Institut für Musikpädagogische Forschung

Musikpädagogik und Vielfalt - Musikpädagogik und Heterogenität

Unter diesem Titel findet am 15.11.2013 der erste Thementag des neu gegründeten "Kölner Instituts für Musikpädagogische Forschung" statt. 

Wie kann Musiklernen angesichts der Vielfalt an Interessen, kulturellen und sozialen Voraussetzungen und Fähigkeiten gelingen? 

Das Spektrum reicht von der Frage, welche Arten von Verschiedenheit für Musiklernen überhaupt zu beachten sind, über unterrichtspraktische und organisatorische Dimensionen der Individualisierung bis hin zu Aspekten wie Gerechtigkeit und musikkultureller Teilhabe. Das KIM (Kölner Instituts für Musikpädagogische Forschung) widmet sich dem Themenfeld Vielfalt im Rahmen einer Reihe mit vier eintägigen Veranstaltungen. Dabei wird jeweils ein Leitbegriff ins Zentrum gerückt und theoretische Positionen dazu versammelt und zur Diskussion gestellt. Mit dem Thema Heterogenität liegt der Schwerpunkt der ersten Tagung auf Verschiedenheit als Konstante jeder musikpädagogischen Arbeit mit Gruppen. Weitere Thementage folgen zu Musikpädagogik und Interkulturalität (Sommersemester 2014), Musikpädagogik und Inklusion / Integration (Wintersemester 2014/15) und Musikpädagogik und Gender (Sommersemester 2015).

Weitere Informationen zu den Projekten sind zu finden auf den Internetseiten des KIM - Kölner Institut für Musikpädagogische Forschung: http://kim.hfmt-koeln.de

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Notizen

Theater Aachen / Foto: Archiv

Jahrespraktika und Rollenengagements am Theater Aachen

Für die Spielzeit 2013/14 wurden von der Theaterinitiative Aachen wieder zwei Jahrespraktika für Gesangsstudierende der HfMT am Theater Aachen geschaffen: Für die laufende Spielzeit wurden Soetkin Elbers, Sopran (Klasse Prof. Kai Wessel) und Taejun Sun (Tenor, Klasse Prof. Mario Hoff) als Stipendiaten der Theaterinitiative ausgewählt. Darüber hinaus erhielten folgende Studierende Rollenengagements: Q-Won Han (Tenor, Klasse Prof. Claudia Kunz-Eisenlohr) für Fidelio, Alice Lackner (Sopran, Klasse Prof. Kunz-Eisenlohr) für Rusalka, Dimitra Kalaitzi-Tilikidou (Mezzo, Klasse Prof. Brigitte Lindner) ebenfalls für Rusalka, Kate Macfarlane (Sopran, Klasse Prof. Kai Wessel) für Hänsel und Gretel und Eui Hyun Park (Bass, Klasse Robert Schunk) für Don Carlo. Fabio Mancini, Dirigierstudent von Prof. Herbert Görtz, erhielt ein Korrepetitionspraktikum für die laufende Spielzeit.

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Foto: Christian Nielinger

Symposium der Internationalen Posaunenvereinigung in Aachen

  • 27.-30.03.2014

Die Internationale Posaunenvereinigung richtet 2014 das jährlich stattfindende große Symposium in den Aachener Räumlichkeiten der HfMT Köln aus. Drei Tage lang wird es mit Workshops, Körperarbeit, Jazz- und Klassikkonzerten sowie mit Alter Musik, mit Podiumsdiskussionen, dem Tag der Jugend und vielem mehr rund um Posaunen und Posaunisten gehen. Die Künstlerische Leitung des Symposiums hat Carsten Luz, Dozent an der HfMT Köln, Standort Aachen und Soloposaunist im Gürzenich Orchester Köln.

Information und Anmeldung über www.ipvnews.de

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Leonel Morales / Foto: www.leonelmorales.com

Zu Gast in Aachen

Im Wintersemester 2013/14 werden am Hochschulstandort Aachen neben der international bekannten Sängerin Luana deVol der Pianist Leonel Morales, der Gitarrist Johannes Monno (im Rahmen des Aachener Gitarrenpreises) und die Harfenistin Charlotte Balzereit, Soloharfenistin der Wiener Philharmoniker für Meisterkurse zu Gast sein.

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Foto: Archiv

Informationen aus der Verwaltung

Vorlesungszeiten ab 2015

Im Rektorat der HfMT Köln wurden die Vorlesungszeiten und Prüfungszeiten ab dem Sommersemester 2015 beschlossen:

  • Sommersemester 2015
    7. April 2015 – 3.7.2015 (12,5 Wochen)
  • Wintersemester 2015/16
    5. Oktober 2015 – 5. Februar 2016 (17 Wochen)
  • Sommersemester 2016
    4. April 2016 – 8. Juli 2016 (13 Wochen)
  • Wintersemester 2016/17
    4. Oktober 2016 – 3. Februar 2017 (17 Wochen)

Prüfungszeiten ab 2015 

  • Sommersemester 2015
    29.06.2015 – 10.07.2015 und 21.09.2015 – 02.10.2015
  • Wintersemester 2015/16
    09.02.2016 – 19.02.2016
  • Sommersemester 2016
    04.07.2016 – 15.07.2016 und 19.09.2016 – 30.09.2016
  • Wintersemester 2016/17
    06.02.2017 – 17.02.2017

 

 

Foto: Archiv

Personalia

Aus unserer Hochschule seit Beginn des Sommersemesters 2013 ausgeschiedene Lehrende und Mitarbeiter:

Prof. Thomas Daniel, Professor für Tonsatz 

Wann immer zu Vorlesungszeiten an den Tagen Montag bis Mittwoch ein PKW der ehemals HORCH (!) genannten Automarke schwungvoll in der Tiefgarage der Musikhochschule "rückwärts" (und somit in unmittelbarer Startposition für die abendliche Rückfahrt in´s traute Heim) eingeparkt war - und wenig später ein vernehmlich stolzes hanseatisches "Moin" die dritte Etage eben dieser Musikhochschule erfüllte, wussten alle: Thomas Daniel ist da!

Thomas Daniel, wohl nicht zufällig an einem 21. März geboren - dem Tag, an dem auch Johann Sebastian Bach geboren wurde - gilt uns allen als einer der besten "Johann Sebastian Bach - Kenner", bei Kolleginnen, Kollegen und Studierenden als solcher hochgeschätzt - und gleichermaßen von allen, die sich im Zuge eines Berufungsverfahrens oder im Rahmen einer tonsatz-orientierten Präsentation auf das Parkett des Bach'schen Choralsatzes wag(t)en, als peinlich genauer und konsequenter Linienrichter gefürchtet. Thomas Daniels (Lehr)Bücher, aus denen diejenigen über den "Kontrapunkt" (Köln 1997, 2. Auflage 2002), "Zweistimmiger Kontrapunkt" (Köln 2002) und über "Der Choralsatz bei Bach und seinen Zeitgenossen" (Köln 2000) hervorragen, wurden von der Fachwelt viel beachtet und mit höchstem Lob bedacht. Es ist aber nicht nur der "alt - ehrwürdige" Kontrapunkt eines Josquins oder eines Palestrinas, nicht nur der großartige barocke Kontrapunkt der Bachzeit, den Thomas Daniel seit langer Zeit fasziniert und deren Entwicklungslinien er seit Jahren mit Begeisterung und zu unser aller großartigen Bereicherung zurückverfolgt. Zwischen Klauseln und Cambiaten der reinsten Erscheinungsformen mischte sich - so war regelmäßig zwischen den einzelnen Unterrichtsstunden aus dem dann offen stehenden Unterrichtsraum zu vernehmen -  ebenso leidenschaftlich das von ihm auf dem Klavier vorgespielte Klarinetten-Solo aus dem 3. Akt von Giacomo Puccinis Tosca  oder der traumhafte Anfang von Giuseppe Verdis La Traviata. Und wenn die Stimmung innerhalb der Tonsatzgruppe, die ihm anvertraut war, es zuließ, erklang mit selbiger Inbrunst auch hin und wieder das beneidenswert geniale Hauptthema aus Ennio Morricones "Spiel mir das Lied vom Tod". Die Liste der Literaturbeispiele, die Thomas Daniel jederzeit abrufbar vorführen konnte, könnte schier endlos fortgesetzt werden. Norddeutscher Charmeverbunden mit faszinierendem Fachwissen, ansteckender und gleichermaßen unverblümt direkter Humor verbunden mit unbeirrbarem und sicheren Umgang mit allen möglichen musikalischen Stilistiken des christlichen Abendlandes - das sind die zuverlässigen Requisiten von Thomas Daniel. Thomas Daniel ist nach 30 Jahren in den Ruhestand gegangen. Er wird aber, das hat er versprochen, die Hochschule regelmäßig besuchen. Dann wird zumindest für kurze Zeit die Hochschule wiederum erfüllt von jenem "Moin!" - ehe das besagte Automobil (s.o.) schwungvoll auf der Rheinuferstraße in südliche Richtung die Heimfahrt fährt. 

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Prof. Pavel Giliov / Foto: Alexander Basta

Prof. Pavel Gililov, Professor für Klavier 

Nur ein Jahr nach Thomas Daniel, also im Jahr 1982, begann mit dem Antritt seiner Professur an unserer Hochschule mit Pavel Gililov eine weitere, mehr als dreißig Jahre andauernde Ära. Pavel Gililovs früh erkannte Begabung, seine Erfolge als Wettbewerbsgewinner in Moskau und Warschau, seine intensive Konzerttätigkeit sowie sein ebenso frühes Engagement für die Klavierpädagogik, das er nach seiner Ausreise aus der Sowjetunion zunächst in Österreich und dann in Köln fortsetzte - all dies ist der Nährboden für die kongeniale Verbindung einer Identität, die keinen Unterschied zwischen dem Musiker und dem Pädagogen kennt. Dass Gililov darüber hinaus ein begnadeter Kammermusiker ist – legendär in der Verbindung mit dem Cellisten Boris Pergamentschikow – komplettiert dieses Bild. Pavel Gililov hat in unserer Hochschule Generationen von Pianistinnen und Pianisten unterrichtet, von denen vielen eine erfolgreiche Karriere beschieden war und ist. Hervorstechend, ja geradezu unwiderstehlich in der Begegnung mit ihm sind seine große menschliche Wärme sowie sein auch in größter Anspannung immer unaufgeregter, ruhiger Tonfall. Dieses vorherrschende Mezzopiano, verbunden mit einer natürlichen, von profundem Humanismus geprägten Empathie sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Maestro in Fragen seiner Kunst entschieden positioniert ist und darüber durchaus in Leidenschaft verfallen kann. Pavel Gililov verlässt die Hochschule ein wenig vor dem offiziellen Pensionsalter, um sich auf seine Lehrtätigkeit in Salzburg konzentrieren zu können und last but not least auch um dort mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Bei seinem Abschied im Rektorat im vergangenen Juli hat er versprochen, seiner Kölner Hochschule in Zukunft nicht völlig fern zu bleiben. Ihr ist er u.a. durch seine Kurstätigkeit in unserer "Außenstelle"  Montepulciano in jedem Fall weiterhin verbunden. In der rheinischen Region ist er zudem durch die künstlerische Leitung des Internationalen Telekom Beethoven Wettbewerbs in Bonn regelmäßig präsent.

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Prof. Antoine Tamestit / Foto: Érc Larrayadieu

Prof. Antoine Tamestit, Professor für Viola 

Nur gut sechs Jahre - von 2007 bis 2013 - hat Antoine Tamestit in unserer Hochschule als Professor für Viola gewirkt. Er traf eine für uns in Köln schwierige, aber aus seiner Sicht absolut nachvollziehbare Entscheidung, indem er den Ruf seiner Heimatstadt Paris folgte und nun eine Professur am dortigen Conservatoire bekleidet. Nur wenige Straßen von seinem neuen Arbeitsort entfernt wohnt er nun mit seiner jungen Familie, die über diese Fügung zweifellos hoch zufrieden sein wird. In Köln hinterlässt Antoine Tamestit eine Lücke, die am Ende des Sommersemesters im Rahmen seines letzten Klassenabends in unserer Hochschule schmerzlich zu spüren war. Denn die Absolventinnen und Absolventen seiner superben Kölner Viola-Klasse legten Zeugnis ab für einen Künstler-Lehrer, der technische Perfektion und geistige Durchdringung von Musik als Einheit sieht und hinsichtlich Repertoire und Stilempfinden Maßstäbe gesetzt hat. Der international erfolgreiche Virtuose Tamestit war auch als Solist in der Hochschule zu hören. Seine Adaptionen von Bachs Cello-Suiten, die er im Rahmen der Spitzentöne-Reihe noch im letzten Herbst im Saal des Rautenstrauch-Museums interpretierte, werden denen, die dies erleben konnten, in stetem Gedächtnis bleiben.

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Prof. Robert Schunk, Vetretungsprofessur für Gesang 

Wenn jemand wie Robert Schunk mehr als 10 Jahre als "Vetretungsprofessor" tätig war und nach Erreichen des regulären Pensionsalters aus dem Dienst scheidet, dann legt dies nahe, dass dieser Kollege mehr war als eine temporäre Lösung für die Überbrückung einer Vakanz. Robert Schunk hat am Standort Aachen gewirkt und dort nachdrücklich zur Entwicklung und Stärkung des Profils der Gesangsausbildung und  insbesondere des Aachener Opernprofils beigetragen. Als Tenor hat Schunk eine mehrere Jahrzehnte umfassende Karriere gemacht, die ihn von Bonn und Dortmund 1987 nach Bayreuth brachte, wo er dann zehn Jahre lang unter anderem als Siegmund, Erik und Walther in Erscheinung trat. Seine nationale und internationale Laufbahn führte in von Hamburg und München nach London, Wien und New York sowie u.a. zu den Bregenzer Festspielen oder nach Japan. Robert Schunk hat diese Erfahrungen in seine Lehrtätigkeit eingebracht und damit einen wichtigen Beitrag zu einer Professionalisierung der Sängerausbildung an unserer Hochschule geleistet.

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Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

aus dem Bereich der Verwaltung und des akademischen Mittelbaus sind seit dem vergangenen Sommersemester folgende Personen aus der Hochschule ausgeschieden:

  • Beatrice Alexander (Bibliothek)
  • Dirk Bloemen (Elektriker)
  • Sabine Derdau (Dekantsbüro)
  • Katrin Oldiges (Wiss. Mitarbeiterin CIAM als Mutterschaftsvertretung für Rebekka Smolibowski-Fuchs)
  • Nico Rank (Azubi Bürokommunikation)
  • Thomas Schmücker (Schreinerei)
  • Corinna Schneider (Bibliothek)
  • Matthias Weifenbach (Pforte)

Das Ausscheiden von Herrn Weifenbach sei an dieser Stelle besonders erwähnt. Mehr als 14 Jahre lang war „Matthias“, wie viele ihn kurz und bündig nannten, das Gesicht der Pforte. Lauschte er in den frühen Morgenstunden, in denen der Andrang noch überschaubar war, seinem geliebten Radiosender, so verwandelte er sich in der stressigen Kernzeit zu einem Multitasking-Experten erster Güte. Ein Phänomen war auch die beeindruckende Stofftiersammlung an der Pförtnerloge, die eine Zeit lang ebenso mysteriös anwuchs wie sie dann plötzlich verschwand. Die Hochschule für Musik und Tanz wünscht Herrn Weifenbach einen stressfreien Ruhestand, den er – wie er dem Rektorat verraten hat – bevorzugt in seinem Schrebergarten verbringen wird.

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Neu an unserer Hochschule

Professorinnen und Professoren

Prof. Johannes Kränzle / Foto: privat

Prof. Johannes Kränzle, Gesang

Wenn jemand von sich behaupten kann, er habe als Grundlage seiner beruflichen Karriere ein Musikstudium absolviert, dann ist dies in ganz besonderer Weise Prof. Johannes Kränzle. So kam er über die Violine und frühe Aktivitäten als Komponist über  das Studium der Musiktheaterregie zum Gesang. Der Bariton ist ein international tätiger Künstler, der von der Berliner Staatsoper über die Mailänder Scala und der Metropolitan Opera in New York Triumphe feiert. In Köln hat Johannes Kränzle unter anderem in Wagners Meistersingern als Beckmesser sowie in Bartoks Blaubart gesungen. 2011 wurde ihm der Kölner Opernpreis verliehen. Zum gleichen Zeitpunkt kürte ihn die Zeitschrift Opernwelt zum „Sänger des Jahres“. Johannes Kränzle bekleidet seit dem Wintersemester 2013/14 eine Gastprofessur als artist in residence. Dabei wird er insbesondere Master-Studierende verschiedener Gesangsklassen betreuen.

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Prof. Dr. Anne Niessen / Foto: privat

Prof. Dr. Anne Niessen, Musikpädagogik

Anne Niessen, die zu Beginn des Sommersemesters 2013 zur Professorin für Musikpädagogik berufen, wurde, ist im Hause keine Unbekannte. Vier Jahre lang vertrat sie mit halber Stelle einen Teil der Professur von  Prof. Dr. Heinz Geuen, der seinerzeit als Prorektor lediglich eine halbe Lehrverpflichtung wahrnahm. Dem Fachbereich 5 ist es in der Zwischenzeit gelungen „Platz“ für eine volle Professur zu schaffen, auf die Anne Niessen ihre begonnene Arbeit nun in vollem Umfang fortsetzen kann. Sie ist ein echtes „kölsches Mädchen“, das an unserer Hochschule Schulmusik studiert hat, im Anschluss an diverse Tätigkeiten als Gymnasiallehrerin 1998 hier auch promovierte und nach einer „Exilzeit“ an der  Universität Siegen, die mit einer vielbeachteten Habilitationsschrift zu „Individualkonzepten von Musikunterricht“ ihren krönenden Abschluss fand, zunächst an die Kölner Universität zurückkehrte. Nun ist sie an „ihrer“ Hochschule Professorin und ist noch intensiver als zuvor in der Lehre und last but not least in der komplexen Organisation des Lehramtsstudiengangs engagiert. Besonders wertvoll sind hier ihre ausgezeichneten Kontakte in die Kölner Universität und vor allem in das dortige, für unsere Hochschule wichtige Lehrerbildungszentrum. Als ungekrönte Königin der qualitativen Forschung, einen Forschungszweig der empirischen Musikpädagogik, den sie maßgeblich mit entwickelt hat und der weit über die Kölner Grenzen hinaus mit ihrer Person verbunden wird, betreut sie u.a. Forschungsprojekte in der JeKi-Begleitforschung. Forschung ist für Anne Niessen kein von der Lehre zu separierendes Dasein im wissenschaftlichen Elfenbeinturm. Vielmehr ist es der sympathische (und empathische) „forschende Blick“, mit dem sie zwischen Musikpädagogik als Wissenschaft und als Handlungsfeld zu vermitteln und zu motivieren weiß.

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Prof. Thomas Piffka / Foto: Oper Köln

Prof. Thomas Piffka, Gesang

Auch der Tenor Thomas Piffka kehrt mit seiner Berufung auf eine halbe Professur an „seine“ Hochschule zurück. Zwar wird er nicht dort unterrichten, wo er bei Josef Metternich seine Gesangausbildung aufgenommen hatte, sondern an unserem mit dem besonderen Profil Gesang / Musiktheater ausgestatteten Standort in Aachen. Nach einem ersten Engagement am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen – mit der die Hochschule im Übrigen seit einigen Jahren eine intensive Kooperation pflegt – war Thomas Piffka sehr bald ein vielbeschäftigter Gast in deutschen und europäischen Opernhäusern. In der laufenden Spielzeit singt er an der Kölner Oper den Hauptmann in Alban Bergs Wozzeck. Aufgrund seines breiten Repertoires, das nicht weniger als 70 Opernproduktionen umfasst und darüber hinaus auch die Gattung des Liedes und des Oratoriums abdeckt, ist Thomas Piffka eine ideale Ergänzung des Kollegiums unseres Standortes in Aachen und der Gesangsausbildung an unserer Hochschule insgesamt.

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Lehrkräfte für besondere Aufgaben

Der Fachbereich Gesang / Musiktheater unserer Hochschule hat über die beiden Teilzeit-Professuren für Johannes Kränzle und Thomas Piffka hinaus seit Beginn des Sommersemesters weitere Vakanzen beheben können. So konnte mit Ingeborg Greiner eine erfahrene und erfolgreiche Sängerin als Lehrende für besondere Aufgaben gewonnen werden. In dieser Rolle ist Frau Greiner vor allem in den pädagogischen Studiengängen als hauptamtliche Mitarbeiterin tätig. Das Kölner Opernpublikum konnte die international tätige Sängerin zuletzt als Carlotta in Franz Schrekers Oper "Die Gezeichneten" bewundern. Auch Raimund Laufen ist mit der Kölner Oper verbunden. Dort verantworte er zuletzt die musikalische Leitung der Oper "The Turn of the Screw" von Benjamin Britten. Als Lehrender für besondere Aufgaben ist er am Standort Aachen als hauptamtlicher Korrepetitor und Assistenz der musikalischen Leitung tätig, wobei seine umfangreiche künstlerische Erfahrung ihm in der vielfältigen Arbeit mit den Studierenden und in der Zusammenarbeit mit dem Aachener Theater sehr zugute kommt. Der Schauspieler und Regisseur Tobias Lehmann ist an den Standorten in Köln und Aachen zukünftig für den Szenischen Grundunterricht zuständig. Da die darstellerischen Qualitäten für die Professionalität von Sängerinnen und Sängern immer mehr an Bedeutung gewonnen haben, erschien es wichtig, auch hier eine hauptamtliche Stelle zu etablieren. Tobias Lehmann ist nicht nur ein sehr erfahrener Film- und Theaterschauspieler, sondern ebenso ein  umtriebiger Regisseur und Schauspiellehrer. Als ausgebildeter Sänger bringt er zudem zum Musiktheater eine besondere Affinität mit.

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Verwaltung

Katharina Beutler betreut seit kurzem das der Professur von Robert Göstl zugehörige Kinderchorarchiv. Als Nachfolgerin von Sabine Siedler, die im Sommer in das Dekanatsbüro wechselte, hat Katja Haus Anfang Juli ihre Arbeit im Sekretariat des Rektors aufgenommen. Monika Steup-Thiemann betreut seit dem 1. Mai die Standortbibliothek Aachen. Torsten Fraundorf hat im Oktober als Nachfolger von Matthias Weifenbach den Dienst an der Pforte aufgenommen.

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Thomas Illemann / Foto: privat

Nachruf Thomas Illemann 

Die Hochschule für Musik und Tanz Köln trauert um Thomas Illemann, der am 21. Juli plötzlich und unerwartet im Alter von 63 Jahren verstorben ist. Thomas Illemann hat die Hochschule über viele Jahre als aktives Vorstandsmitglied im Förderverein unterstützt. Ohne seinen Einsatz und seine Begeisterung für die Sache der Hochschule hätten viele Ideen und Projekte nicht realisiert werden können. Mit Thomas Illemann verliert die Hochschule für Musik und Tanz Köln nicht nur einen wichtigen Förderer, sondern einen besonderen Menschen, dem die Ausbildung junger Musikerinnen und Musiker eine Herzensangelegenheit war. Die Hochschule wird Herrn Illemann stets ein ehrendes Andenken bewahren.

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Fédor Roudine / 1. Preis "Rodolfo-Lipizer-Preis" / Foto: privat

Unsere Preisträger

finden Sie auf einen Blick auf unserer Homepage.

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Impressum

Herausgeber: Der Rektor der Hochschule für Musik und Tanz Köln
Redaktion: Dr. Heike Sauer
Gestaltung: Silke Gutermuth

Hochschule für Musik und Tanz Köln
Stabsstelle Kommunikation und Fundraising
Unter Krahnenbäumen 87
50668 Köln

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