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Ausgabe 3 (3/2014)

Inhaltsverzeichnis

 
Foto: Horst Schmeck

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

die Atempause im März möchte ich nutzen, Sie auf das Sommersemester 2014 einzustimmen. Aus meinem Büro schaue ich auf die neue Begrünung des Hügels im Innenhof der Hochschule und, unterstützt durch die ungewöhnlich intensive Märzsonne, freue ich mich auf Frühling und Sommer. Auch das soeben erschienene Veranstaltungsprogramm der Hochschule für April und Mai enthält eine Reihe von Frühlingstönen, zumindest wenn man Veranstaltungstitel wie "Frühlings-Spitzen", "Ahnungen/Ausbrüche" oder "Maikonzerte" in diesem Sinne metaphorisch deuten möchte.

Gleichwohl werden im Sommersemester 2014 nicht nur lyrische Töne anzuschlagen sein - zumindest was die hochschulpolitische Seite angeht. So erwarten wir unter anderem im Laufe des Sommers die nächste Phase in der Gestaltung des neuen NRW-Hochschulgesetzes und hoffen, dass die umfangreich vorgetragenen Bedenken der Hochschulleitungen auf den Referentenentwurf vom November 2013 ein positives Echo finden werden. Desgleichen werden wir bis zum Ende des Sommersemesters den neuen Zielvereinbarungsprozess mit der Landesregierung zum Abschluss bringen und sind zuversichtlich, auch für die kommenden Jahre eine auskömmliche Ausstattung und Finanzierung unserer Hochschule erreichen zu können. 

Positiv zu vermelden ist, dass das Land uns in diesem Jahr zusätzlich 150.000 Euro  zur Verfügung stellt, um die Tanzböden in der Turmstraße zu sanieren. Dies wird uns sehr helfen, die Tanzausbildung an unserer Hochschule zu stabilisieren und nährt die Hoffnung, dass auch noch Mittel für eine personelle Konsolidierung der Tanzausbildung bereit gestellt werden. Dass wir in diesem Semester mit der Tanzproduktion "Shanghai Bolero - Triptyque" ein gemeinsames Projekt des Tanzzentrums mit dem Hochschulorchester erleben werden, passt zur musikalisch-tänzerischen Aufbruchsstimmung.

Ich würde mich freuen, Sie in den zahlreichen hochkarätigen Veranstaltungen des kommenden Semesters begrüßen zu können. Informationen zu einigen Highlights des beginnenden Sommersemesters finden Sie neben unserer Homepage auch in diesem Newsletter. Ganz besonders einladen möchte ich Sie zur Semestereröffnung am 7. April  ab 17.30, bei der Sie – bequem platziert auf der neuen Bestuhlung des Kammermusiksaals – an einem Podiumsgespräch des Rektors mit der Kölner Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach teilhaben können. Im Anschluss daran haben Sie Gelegenheit, das Semestereröffnungskonzert durch unsere Bläserklassen im Konzertsaal zu erleben und den Abend im Foyer mit Kölsch und Gesprächen zu beschließen.

Herzliche Grüße

Ihr

Prof. Dr. Heinz Geuen

- Rektor - 

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Projekte und Veranstaltungen

GIER/4.48 PSYCHOSE von Sarah Kane

  • 3./4./5./ April 2014, 19:30 Uhr, Konzertsaal
  • Schauspiel
  • Eintritt frei 

Übersetzt von Marius von Mayenburg (Gier) und Durs Grünbein (4.48 Psychose)

Produktionsleitung: Johannes Göring
Projektleitung und Regie: Mike Hackbarth

Die Hochschule für Musik und Tanz Köln nimmt in diesem Jahr zum zweiten Mal in ihrer Geschichte eine Schauspielproduktion in ihren Spielplan auf. Nach der Produktion von „Don Karlos“ im vergangenen Jahr wagen sich die Studierenden unter der Regie von Mike Hackbarth nun an die späten Stücke der britischen Dramatikerin Sarah Kane, „Gier“ und „4.48 Psychose“.

Sarah Kane ist erst 28 Jahre alt, als sie sich 1999 in der Psychiatrie in London das Leben nimmt. Der Nachwelt hinterlässt sie Stücke, die von Selbstzerstörung und Gewalt, bedingungsloser Liebe und Begehren, Missbrauch und der Unmöglichkeit zu leben handeln. Die Figuren sind sich und ihrer Vergangenheit ausgeliefert. Jeder scheint im Reich seiner eigenen Zeichen und Erinnerungen gefangen. Dabei verwehrt die Sprache stets die Nähe, nach der sich die Figuren sehnen. Alles was die Menschen noch verbindet, ist ihre Sucht nach Liebe und Verlorenheit. 

Kane lässt ihre Figuren in einem Sog der Sprachfragmente untergehen, der zwischen Augenblicken blendender und zerbrechlicher Schönheit die unerbittliche und archaische Wucht einer griechischen Tragödie entfaltet. Den Menschen bleibt nichts, als sich im Strudel der Sprache aufzugeben und ineinander aufzulösen. Ist dies jene Verschmelzung, welche die Figuren in ihrer Liebe ersehnt hatten?

Zum 15. Todesjahr von Sarah Kane setzen die Studierenden der HfMT Köln beide Stücke in Eigenverantwortung in der 2012 hierzu gegründeten Sparte „Schauspiel HfMT“ um. Seitens der Lehre wird die Produktion betreut von Prof. Dr. Annette Kreutziger-Herr und Prof. Dr. Christine Stöger. 

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Foto: Danny Willems

Eduardo Torroja  - Ultima Vez zu Gast am ZZT

Workshop / Masterclass Ultima Vez Repertory

  • 05.04.2014

Anlässlich des  Gastspiels „What the Body Does Not Remember“ der Tanzcompagnie Ultima Vez im DEPOT 1 / SCHAUSPIEL KÖLN am 4. und 5. April 2014 veranstaltet das Zentrum für Zeitgenössischen Tanz (ZZT) an der Hochschule für Musik und Tanz Köln in Kooperation mit dem MichaelDouglasKollektiv und  mit „Tanz an den Bühnen“ eine Masterclass / Workshop mit Eduardo Torroja.

Wim Vandekeybus - Choreograf, Regisseur, Schauspieler und Fotograf geboren, 1963 in Herenthout / Belgien, gründet 1986 unter dem Namen »Ultima Vez« (spanisch für »Letztes Mal«) seine eigene Compagnie und bringt mit ihr »What the Body Does Not Remember« (1987) heraus. Das ist der Beginn einer Weltkarriere. Von Anfang an wechseln seine Arbeiten spielerisch zwischen Tanz, Film und Theater. 

Eduardo Torroja wurde in Madrid, Spanien, geboren wo er Tanz und Theater studierte. Im Jahr 1986 zog er nach Brüssel, um mit Wim Vandekeybus als choreografischer Assistent, Trainingsleiter und Darsteller in den ersten Ultima Vez Produktionen, darunter „What The Body Does Not Remember" (1987) zusammenzuarbeiten. Später arbeitete er u.a. mit Rosas - Anne Teresa De Keersmaeker sowie mit der Needcompany / Jan Lauwers  und  Grace Ellen Barkey. Derzeit tourt er als Probeleiter zur Wiederaufnahme der Produktion „What the Body Does Not Remember“ und unterrichtet Worskhops Repertory Ultima Vez weltweit.

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Foto: Christian Nielinger

Eröffnung des Sommersemesters 2014


  • 07.04.2014

Zur Eröffnung des Sommersemesters begrüßt die Hochschule für Musik und Tanz Köln die Kulturdezernentin der Stadt Köln Susanne Laugwitz-Aulbach, die am 30. April des vergangenen Jahres vom Rat der Stadt zur Beigeordneten für den Bereich Kunst und Kultur gewählt wurde. 

Frau Laugwitz-Aulbach wird in einem Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Heinz Geuen über das Thema „Musikstadt Köln – Schnittstelle zwischen städtischer Kulturpolitik und der Hochschule für Musik und Tanz Köln“ diskutieren.

17:30-19:00 Uhr, Kammermusiksaal

  • Feierliche Eröffnung des Sommersemesters durch den Rektor der HfMT Köln Prof. Dr. Heinz Geuen und den AStA-Vorsitzenden Toni Geiger
    Ein Podiumsgespräch des Rektors Prof. Dr. Heinz Geuen mit der Kulturdezernentin der Stadt Köln Susanne Laugwitz-Aulbach.

19:30 Uhr, Konzertsaal

  • Semestereröffnungskonzert - Es musizieren Studierende aus den Bläserklassen der HfMT

20:30 Uhr, Foyer

  • Kölsch und Gespräche im Foyer

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Foto: Archiv

Virtual Haydn – Gastvortrag mit Prof. Wieslaw Woszczyk

Wieslaw Woszczyk hat eine James McGill Professur für Sound Recording an der McGill Universität inne und wurde mit dem Theodore von Kármán Fellowship der RWTH Aachen ausgezeichnet.

Prof. Woszczyk stellt in Aachen seine Arbeit und Forschung vor, die für ein bisher einzigartiges Aufnahmeprojekt Wissenschaftler, Musiker, Instrumentenbauer und den kommerziellen CD Markt zusammengeführt hat: “Virtual Haydn” betitelt die wohl ungwöhnlichste Gesamteinspielung der Klavierwerke Joseph Haydns, die der Pianist Tom Beghin, Spezialist für historische Tasteninstrumente, die Produzentin Martha de Francisco und Prof. Wieslaw Woszczyk vorgelegt haben. Für dieses Mammutprojekt wurden sieben historische Instrumente aus der Zeit von 1760 bis 1798 originalgetreu nachgebaut und neun virtuelle Räume geschaffen, deren akustische Architektur präzise bestimmten historischen Räumen entspricht, in denen Haydn an seinen Werken gearbeitet und diese zur Aufführung gebracht haben mag. Tom Beghin musiziert Haydns Sonaten, Präludien, Cappriccios auf den ihnen jeweils zugeschriebenen Instrumenten und in den (virtuellen) Räumen, in denen sie tatsächlich vorgetragen wurden – eine spannende Zeitreise quer durch Europa, deren 14 Stunden Musik auf CD / DVD und als Blu Ray-Version im Jahr 2008 bei Naxos erschienen ist. Im Rahmen der Veranstaltung werden Studierende der Hochschule für Musik – natürlich! –Werke von Joseph Haydn interpretieren. Im Anschluss an den Vortrag von Prof. Woszczyk sowie während des kleinen Sektempfangs gibt es Gelegenheit zu Diskussion und Gespräch. Prof. Wieslaw Woszczyks Forschung und Lehre für Audiotechnologie finden internationale Beachtung. Er ist Gründungsdirektor von CIRMMT und des McGill Graduiertenprogramms für Sound Recording. Er war Präsident der Audio Engineering Society (AES), Vorsitzender des AES Technical Council und ist derzeit AES Gouverneur. Seine aktuelle Forschung befasst sich mit virtueller Akustik und hochauflösender multisensorischer Audio- und Remote-Kommunikation in Echtzeit mit Hilfe von Breitbandnetzen.

Der Eintritt ist frei. Da die Teilnehmerzahl auf 150 Personen begrenzt ist, ist eine telefonische oder Email-Anmeldung bis 4. April erforderlich:

Christina Patel, Susanne Kleinle
Telefon: (0241) 802 07 96 (täglich 9-13 Uhr)
E-Mail: ers@ers.rwth-aachen.de

Foto: privat

Preisverleihung Taste the Best

Florian Noack gewinnt den CD-Förderpreis

  •  28.04.14, 19:30 Uhr, Kammermusiksaal (Köln)

Die Hochschule für Musik und Tanz Köln, der WDR, ARS Produktion und die Förderer der Hochschule für Musik und Tanz Köln e.V. verleihen zum zweiten Mal den Preis einer hochwertigen professionellen CD-Produktion an einen herausragenden Studierenden der Hochschule. Preisträger ist der erst 23-jährige belgische Pianist Florian Noack, der bereits als „einer der vielversprechendsten Pianisten der nächsten Generation klassischer Musiker“ (concertclassic) bezeichnet wird.

Als Sohn einer Musikerfamilie begann Florian Noack im Alter von vier Jahren Klavier zu spielen. Mit 16 Jahren kam er nach Deutschland an die Hochschule für Musik und Tanz Köln in die Klasse des russischen Pianisten Vassily Lobanov. Im selben Jahr gewann er zahlreiche Preise bei Wettbewerben in Frankreich wie z. B. beim Concours Piano-Campus und beim Concours Vibrarte in Paris. Als Liebhaber der seltener gespielten romantischen und nachromantischen Klavierliteratur verfasste Florian Noack Transkriptionen von Werken von Tschaikowsky, Rachmaninoff und Rimsky-Korsakov (veröffentlicht bei www.editions-filimbi.com), welche die Aufmerksamkeit von Dmitri Bashkirov, Cyprien Katsaris und Boris Berezovsky auf sich gezogen haben. Er wurde zu zahlreichen Festivals nach Italien, Frankreich, Deutschland, Korea, China, und in die USA eingeladen und trat mit verschiedenen Orchestern auf, u. a. dem WDR-Rundfunkorchester, dem Philharmonischen Orchester Plauen-Zwickau, dem Orchestre Symphonique d’Aquitaine, und dem Orchestre de Chambre Charlemagne.

Florian Noack  ist Preisträger der Fondation Belge de la Vocation, 2. Preisträger und Gewinner des Publikumspreises beim Rachmaninoff Wettbewerb (2010), 3. Preisträger beim Internationalen Musikwettbewerb Köln (2011), 2. Preisträger beim Internationalen Schumann Wettbewerb in Zwickau (2012) und 1. Preisträger beim Karlrobert Kreiten Klavierwettbewerb Köln (2013). Bei der Preisverleihung spielt Florian Noack Werke von Brahms, Lyapunov und Rimsky-Korsakov.

Foto: Sam Canetty Clark

Weitere Konzerte der neuen Reihe aix_piano 

  • 29.04.: Florian Noack
  • 24.06.: Marc-André Hamelin
  • Eintritt: 25 Euro / erm. 12 Euro

Nach der erfolgreichen Eröffnung der Konzerreihe aix_piano in Kooperation mit WDR 3 im vergangenen Oktober – der Mitschnitt des  Eröffnungskonzerts mit Nina Tichman war am 9. Januar in der Sendung WDR 3 Konzert zu hören – stehen im kommenden Sommersemester zwei weitere Konzerte mit besonderen Künstlern auf dem Programm. 

Am 29. April 2014 wird der Belgische Pianist Florian Noack  im Aachener Konzertsaal der Hochschule zu hören sein, Florian Noack ist Student der Klasse Prof. Jacob Leuschner. Am 24. Juni 2014 wird mit Marc-André Hamelin einer der international gefragtesten Pianisten unserer Zeit die erste Saison von aix_piano beschließen.

aix_piano präsentiert in Aachen besondere Pianisten mit besonderen Programmen und stellt international renommierten Künstlerpersönlichkeiten junge Pianisten der Hochschule zur Seite, die noch am Beginn ihrer Karriere sind. Die künstlerische Leitung von aix_piano hat Michael Rische, Aachener Pianist und Dozent an der HfMT Köln. 

Infos zum Programm und Kartenreservierung unter aix_piano(at)mrische(dot)de

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Foto: Holger John

Im Puls Afrika

ACHT BRÜCKEN Musik für Köln

  • 30.04. - 11.05.2014

Künstlerische Beiträge der Hochschule für Musik und Tanz Köln sind inzwischen fester Bestandteil des Acht Brücken Festivals, das dieses Jahr vom 30. April bis 11. Mai in Köln stattfindet. Neben dem Orchester der Hochschule, den Studierenden des PreCollege Cologne, Vorträgen von unseren Lehrenden Prof. Tilmann Claus und Prof. Dr. Anette Kreutziger-Herr und einem Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Corinna Vogel, liegt diesmal der Schwerpunkt der Zusammenarbeit auf einem Projekt unter dem Titel „Im Puls Afrika“ eine Kooperation von Acht Brücken mit dem Institut für Weltmusik und transkulturelle Musikforschung (IWTM) unter der Leitung von Prof. Dr. Hans Neuhoff.

Veranstaltungen

Im Puls Afrika

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Foto: privat

Maikonzerte Köln

  • 11. - 18.05.2019, 20.00 Uhr, Fronleichnamskirche der Ursulinen
  • Eintritt: 5 Euro

Die Maikonzerte in der Fronleichnamskirche der Ursulinen vereinen in diesem Jahr mehr noch als in den Vorjahren Professoren und Studierende der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Eine Woche lang teilen Lehrende und Lernende der Instrumental- und Gesangsklassen der Alten Musik sowie der Kirchenmusik ihre Musikbegeisterung miteinander. Die Biografien der Mitwirkenden bezeugen einen breitgefächerten Werdegang, in dem Konzertieren und Lehren sich gegenseitig ergänzen und bereichern.

Man könnte meinen, dass der italienische Charakter der Fronleichnamskirche Pate stand bei der Einladung von Luigi Ferdinando Tagliavini und Alessandro Quarta. Maestro Tagliavini aus Bologna gehört zu den Gründervätern der Alte-Musik-Bewegung, hat über Jahrzehnte hin geforscht, konzertiert und historische Tasteninstrumente gesammelt. Seine legendäre Sammlung, die vor einigen Jahren als Schenkung in den Besitz der Stadt Bologna überging, ist heute in San Colombano, einem Ort von besonderer Schönheit beheimatet und damit der Öffentlichkeit zugänglich.

Mit Alessandro Quarta kommt ein Musiker und Forscher der jüngeren Generation nach Köln, der Juwelen unedierter italienischer Musik entdeckt und in seinen Workshops junge Musiker dafür begeistert. Vor dem Konzert zum Abschluss der Maiwoche 2014 wird er eine Einführung in seine Arbeit und sein Programm mit römischer Musik um 1700 geben.

Programm

11. Mai: Orgelkonzert zur Eröffnung der Maiwoche 2014
20.00 Uhr: Luigi Ferdinando Tagliavini, Bologna

12. Mai, 10-16 Uhr : Masterclass mit Luigi Ferdinando Tagliavini     

13. Mai: Musica per il flauto dolce
20.00 Uhr: EliGNiA Quartett (Alina Loewenich, Karoline Dennert, Teresa Wirtz, Vitina Adamo)

15. Mai: Concerto per due clavichordi   
20.00 Uhr: Johannes Geffert, Clavichord, Gerald Hambitzer, Clavichord
19.00 Uhr: Im Vorfeld des Konzerts 

  • „Ein schöner Fremdling aus dem heiteren Süden - Geschichte, Architektur und Ausstattung der Ursulinenkirche St. Corpus Christi“
  • Führung :  Carsten Schmalstieg

16. Mai: Orgelkonzert „Bach und Norddeutschland“
20.00 Uhr: Winfried Bönig

18. Mai: „O quam suavis“
20.00 Uhr: Konzert mit Studierenden der HfMT Köln, Leitung: Alessandro Quarta
19.00 Uhr: Einführung in das Programm "Alessandro Quarta" 

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Foto: www.tamed.de

tamed spezial  - InterAktion. Tanzmedizin lehren und anwenden

Workshops / Vorträge / Interkationen  

  • 30. - 31.05.2014

Zentrum für Zeitgenössischen Tanz (ZZT) 
tamed veranstaltet am 30./31. Mai 2014 am ZZT der Hochschule für Musik und Tanz Köln das erste tamed spezial für Tänzer, Tanzpädagogen und alle Tanzschaffenden sowie für Therapeuten und Ärzte. Mit dem Titel „InterAktion. Tanzmedizin lehren und anwenden“ liegt 2014 der Fokus des ersten tamed spezial auf der körpergerechten und gesunden Tanzvermittlung. Das Format bietet eine Plattform für intensiven Austausch und aktuelle Informationen zu ausgewählten Schwerpunktthemen. Es werden vielfältige Vorträge, Workshops und InterAktionen angeboten. 

Weitere Infos unter: http://www.tamed.de/netzwerk/tamed-spezial.html

Ein Veranstaltung von tamed e.V. in Kooperation mit dem ZZT / HfMT Köln 

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Foto: Valentin Badiu Fanel

Shanghai Bolero - Triptyque

Tanzprojekt mit der Cie Didier Théron, Tanzstudierenden des Zentrums für Zeitgenössischen Tanz und dem Hochschulorchester der HfMT

  • 31.05.2014 und 01.06.2014, 19:30 Uhr, Konzertsaal
  • Eintritt: 6 Euro / erm. 4 Euro
  • Choreografie: Didier Théron
  • Dirigent: Yorgos Ziavras 

Mit SHANGHAI BOLERO — TRIPTYQUE, das anlässlich der SHANGHAI EXPO 2010 im französischen Pavillon uraufgeführt wurde, hat Didier Théron ein choreografisches Werk geschaffen, das eine zeitgenössische Vision auf Ravels Boléro wirft. Drei Aspekte bewegten Didier Théron dazu, dieses musikalische Werk als Grundlage für seine choreografische Arbeit zu wählen: sein klares Kompositionsprinzip, seine kulturelle Dimension und seine Präsenz im kollektiven Gedächtnis. Théron gliedert seine Arbeit in drei Teile, indem er zur gleichen musikalischen Vorlage jeweils drei verschiedene Choreografien erarbeitet. Zwei Teile seiner Trilogie wird Théron an Tanzstudierende des ZZT weitergeben. Zusammen mit TänzerInnen der Cie Didier Théron wird SHANGHAI BOLERO - TRIPTYQUE  am 31.05. und 01.06.2014 zur Aufführung kommen. Dabei werden die Vorstellungen vom Hochschulorchester der HfMT (Leitung von Yorgos Ziavras) live begleitet. 

Das Zentrum für Zeitgenössischen Tanz (ZZT) an der Hochschule für Musik und Tanz (HfMT) Köln zeigt jährlich Choreografien internationaler KünstlerInnen, inszeniert und aufgeführt mit Studierenden der Hochschule. Neben der tänzerischen und künstlerischen Umsetzung fördert dieses Projekt den Aufbau eines internationalen Netzwerkes zwischen Studierenden, KünstlerInnen und Lehrenden aus verschiedenen Ländern. Dieser Austausch eröffnet allen TeilnehmerInnen grenzüberschreitende Perspektiven.

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Notizen

Jetzt für Montepulciano bewerben!

Vom 14. September bis 26. September 2014 findet in Montepulciano zum vierten Mal das interdisziplinäre Jahresprojekt des Kollegs für Musik und Kunst statt. In diesem Jahr werden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Thema „ÜberSetzen. Die zeitgenössischen Künste als fremde Sprache(n)?“ beschäftigen. 

Eine einzigartige Möglichkeit für alle Studierende, die kunstspartenübergreifend arbeiten und forschen wollen: Das Kolleg für Musik und Kunst Montepulciano ermöglicht Studierenden verschiedener Fachbereiche der beteiligten Kunst- und Musikhochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen den Aufenthalt in Montepulciano, um dort konzentriert zusammen zu recherchieren, gemeinsam Projekte zu entwickeln und zu realisieren (mehr unter www.kolleg-musik-kunst.de). 

Das Jahresthema 2014:  „Übersetzt du mir das?“ – eine Frage, die wir Fremdsprachenkundigen oder auch Übersetzungsprogrammen im Netz stellen. Doch beschäftigen sich nicht auch zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler permanent mit Übersetzungsfragen? Die Vermittlung ihrer Arbeit an das Publikum ist dabei zwar eine wichtige, aber doch eben nur eine von vielen Formen des Transfers. Denn trägt nicht Kunst selbst zur Übersetzung der erfahrbaren Welt bei? Wären dann Kunstwerke als Zeichen für etwas (was?) zu verstehen? Übersetzungen finden aber auch zwischen den Künsten statt, wenn beispielsweise geschriebene (Noten-)Texte zu Bildern, Tönen, Klängen und körperlichem Ausdruck werden. Kommen wir diesen Fragen näher, wenn wir die Sprache selbst betrachten und als ein mögliches Ausgangsmaterial für künstlerisches Arbeiten sehen? Wenn wir versuchen, zwischen den Disziplinen zu übersetzen? Ende September 2014 wird eine Auswahl von besonders qualifizierten Studierenden der Kunst- und Musikhochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen diese Fragen in Montepulciano künstlerisch erforschen. Geplant sind derzeit:

  • interdisziplinäre Projektarbeit in Arbeitsgruppen, die sich vor Ort bilden
  • verschiedene Lehrangebote von Dozenten der beteiligten Hochschulen aus unterschiedlichen Fachbereichen und Kunstsparten (z. B. zeitgenössische Musik, mediale, bildende und darstellende Kunst, zeitgenössischer Tanz) und intensive Betreuung der Projekte
  • Präsentation der Arbeitsergebnisse oder Projekte vor Ort

Zeitraum

  • Abreise aus NRW: 13.09.2014 (Nachtfahrt mit Reisebus)
  • Arbeitszeitraum vor Ort: 14.09.-26.09.2014; Präsentationen vor Ort: 24.09. und 25.09.2014
  • Rückkehr nach NRW: 27.09.2014 (Nachtfahrt mit Reisebus)

Wie bewerbe ich mich?

Da nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen für jede Hochschule zur Verfügung steht, wird an den beteiligten Hochschulen ein Bewerbungsverfahren stattfinden. Dazu benötigen wir von Ihnen:

  • Kurzes Bewerbungsschreiben mit Kontaktdaten
  • Projektidee zum Thema des Jahresprojekts 2014 (max. 1 DinA4 Seite)
  • tabellarischer Lebenslauf 

Bewerbungsschluss: 15. April 2014

Bitte verwenden Sie zur Bewerbung das Bewerbungsformular unserer Webseite.

Für Rückfragen: Tel.: 0221-912818-1374 oder fraquelli(at)kolleg-musik-kunst(dot)de

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Foto: Astrid Askberger

Julyen Hamilton zu Gast am ZZT

LAB / Lecture 

  • 12.-15. Mai 2014

Mitte der 70 Jahre in London ausgebildet, gilt Julyen Hamilton seither als Exponent innovativer Performances in ganz Europa. Als einer der ersten Improvisatoren in Europa hat er in verschiedenen Gruppen-Konstellationen gearbeitet, Solo -und Gruppenstücke geschaffen und ist mit der Julyen Hamilton Company in ganz Europa aufgetreten.

Sein Ruf als außergewöhnlicher Lehrer bringt ihn an viele bedeutende Trainingszentren der Welt. Julyen Hamiltons gleichermaßen verfeinernde wie auch effiziente Methode, die seine eigene Forschungs - und Entwicklungsarbeit reflektiert, entwickelt sowohl technische als auch improvisatorische Fähigkeiten (weitere Infos unter: www.julyenhamilton.com)

In einem LAB bringen Studierende des ZZT eigene choreographische, improvisatorisch- kompositorische, performative und/oder researchorientierte Arbeiten ein und stellen diese innerhalb der Gruppe vor. Dabei formulieren, teilen und diskutieren sie unter der Begleitung Julyen Hamiltons ihre künstlerischen Fragestellungen und können ihre Arbeiten weiterentwickeln. 

Darüberhinaus findet gemeinsam mit dem Kontrabassisten Achim Tang und Julyen Hamilton eine Lecture Performance statt. Die beiden renommierten Künstler im Bereich der Improvisation und Instant Composition werden ihre (Zusammen-)Arbeit in einer Performance der Öffentlichkeit zugänglich machen und ihre künstlerische Praxis im Dialog mit dem Publikum reflektieren. (Aktuelle Infos unter www.zzt.hfmt-koeln.de)

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Foto: Archiv

Kammermusiksaal erstrahlt in neuem Glanz

Betritt man neuerdings den Kammermusiksaal der Hochschule traut man seinen Augen kaum. Die gelbe, abgenutzte Bestuhlung ist verschwunden. Stattdessen stehen neue, rot gepolsterte und bequeme Stühle im Saal, die dem ganzen Raum gleich eine anderes Ambiente geben. Zu verdanken ist die neue Bestuhlung zusätzlichen Mitteln, die das Ministerium im vergangenen Jahr der Hochschule zur Verfügung gestellt hat.

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Personalia

Aus unserer Hochschule seit Beginn des Sommersemesters 2014 ausscheidende Lehrende:

Foto: privat

Professor Zakhar Bron (Violine)

Wie berichtet man über eine lebende Legende? Und kann eine Legende überhaupt in Ruhestand gehen? Zunächst: Zakhar Bron bleibt uns noch für geraume Zeit erhalten, denn seine immer noch große Geigenklasse wird er, der schon ein Jahr über das übliche Pensionsalter hinaus ist, selbstverständlich im Lehrauftrag weiterbetreuen, um seine Studierenden zu ihren Abschlüssen führen. Ein Lehrer, der so bedeutende Geigerpersönlichkeiten wie beispielsweise Vadim Repin, Maxim Vengerov und Daniel Hope hervorgebracht hat, verfügt offenkundig über etwas ganz Besonderes. Ein Lehrer, der zudem in Deutschland, Russland und Spanien gleichermaßen als Lehrer verehrt und geehrt wird, besitzt offensichtlich ein Energiereservoir, das seinesgleichen sucht. Man muss Zakhar Bron sehen und  erleben - was in zahlreichen Videoproduktionen möglich ist - um zu verstehen, wie sehr seine pädagogische Meisterschaft zugleich von tiefer Leidenschaftlichkeit, glasklarer Analyse und nicht zuletzt von seinem eigenen vorbildhaften Spiel geprägt ist. Seine überbordende Schülergemeinde sowie der unverwechselbare Klangsinn seiner Absolventen legen davon stets aufs Neue Zeugnis ab. Die Anwesenheit von Zakhar Bron in der Hochschule ist immer spürbar - insbesondere im Umfeld des Rektorats, in dem sich auch sein Unterrichtszimmer befindet. Seine Fähigkeit, so viele Menschen nahezu gleichzeitig und gleichwohl individuell zu unterrichten, sprengt die Mauern seines Raums, so dass sich Passagen der großen Violinliteratur immer wieder in Flur und Treppenhaus hinein ergießen. Darauf werden wir noch für lange Zeit nicht verzichten müssen und deshalb wünschen wir unserer lebenden violinpädagogischen Legende noch eine intensive und ertragreiche Übergangszeit in den irgendwann einmal wohl unvermeidlichen "echten" Ruhestand.

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Neu an unserer Hochschule

Foto: Laszlo Emmer

Professor Barnabás Kelemen (Violine)

Begegnet man dem neuen Kollegen, so fällt einem neben seiner Jugendlichkeit (er ist Jahrgang 1978) sofort ein unscheinbarer, ja geradezu schäbig wirkender Geigenkasten auf. Dies ist nichts weiter als die perfekte "Tarnung" für eine Guaneri del Gesú von 1742, die Barnabás Kelemen vom ungarischen Staat zur Verfügung gestellt wurde und die er nie aus dem Auge verliert.

Mit Beginn des Sommersemesters 2014 tritt unser fleißig (und erfolgreich!) deutsch lernender ungarischer Kollege an der Hochschule für Musik und Tanz Köln eine Professur für Violine an. Damit ist das Kölner Geigenkollegium, nach den Pensionierungen von Viktor Tretjakov und Zakhar Bron (fast) wieder komplett, zumal ein Ruf von Prof. Ariadne Daskalakis an die renommierte Eastman School of Music abgewehrt werden konnte (s.u.).

Barnabás Kelemen studierte bereits mit 11 Jahren an der Franz Liszt Akademie in Budapest und ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe. Seit vielen Jahren ist Kelemen international als Violinvirtuose unterwegs und spielt mit bedeutenden Orchestern und Dirigenten zusammen. Naheliegend ist, dass sich unser neuer Kollege seiner ungarischen Herkunft verpflichtet fühlt und daher das Werk von Béla Bartók in seinem Repertoire eine besondere Rolle spielt. Als hervorragender und begeisterter Kammermusiker (Kelemen-Quartett) musiziert er besonders intensiv mit dem Pianisten und Dirigenten Zoltán Kocsis sowie mit seiner Ehefrau Katalin Kokas, einer ebenfalls exzellenten Geigerin. Als Lehrer an der Franz-Liszt-Akademie Budapest verfügt er im Übrigen bereits jetzt über langjährige pädagogische Erfahrungen.

In Köln soll für Barnabás Kelemen eine neue Lebensphase beginnen, übersiedelt er doch zusammen mit seiner Frau und den beiden Kindern im Laufe des Sommers nach Köln. Budapest ist zwar mit dem Flugzeug nur ein Katzensprung entfernt, so dass Freunde und Verwandtschaft gut erreichbar sind, mit seiner neuen Aufgabe als Hochschulprofessor will Barnabás Kelemen jedoch etwas mehr Ruhe in sein Leben bringen und insbesondere seine interkontinentale Reisetätigkeit stark beschränken. Das erste Kölsch in der neuen Heimat steht zwar noch aus, aber man kann sicher sein, dass er und seine Familie sich hier schnell eingewöhnen werden. Die Hochschule wünscht Prof. Barnabás Kelemen und seiner Familie einen erfolgreichen Start in Köln.

Ausgabe 2 (1/2014)(zum Inhaltsverzeichnis)

Erfolgreiche Bleibeverhandlung

Foto: Frank Niemetz

Prof. Ariadne Daskalakis (Violine)

Eine "Neue" an unserer Hochschule ist Ariadne Daskalakis wahrlich nicht, denn bereits im Jahr 2000 wurde sie als Professorin für Violine berufen. Als Geigensolistin und Kammermusikerin hat sie sich seitdem weiter profiliert und widmet sich in ihrem Repertoire mit großer Leidenschaft und ebenso großer Kennerschaft gleichermaßen Musik des 17. bis 20. Jahrhunderts. Ein besonderes Ereignis ist es, Ariadne Daskalakis mit Werken von Johann Sebastian Bach zu erleben. Man spürt ihr intuitives Verständnis der kompositorischen Faktur und ist zugleich gefangen von der musikantischen Selbstverständlichkeit ihres Spiels. Als Lehrerin kann sie inzwischen auf eine große und erfolgreiche Schar von Absolventen verweisen. Nicht zuletzt hat sie sich als Dekanin des Fachbereichs 2 über vier Jahre hinweg für die akademische Selbstverwaltung engagiert und an der Entwicklung "ihrer" Hochschule intensiv mitgearbeitet. Im vergangenen Jahr erreichte Ariadne Daskalakis ein ehrenvoller und lukrativer Ruf zurück in ihre amerikanische Heimat auf eine Professur an der Eastman School of Music in Rochester/New York. In Bleibeverhandlungen gelang es, sie in Köln zu halten und sie zur Annahme eines Rufes auf eine unserer Leuchtturmpositionen im Fach Violine zu bewegen. Ihr geigerisches und pädagogisches Selbstverständnis drückt Ariadne Daskalakis auf ihrer Homepage mit Verweis auf ein Zitat von Eugène Ysaye wie folgt aus: "Eine Geiger muss ein Denker, ein Poet, ein Mensch sein. Er muss Hoffnung, Liebe, Leidenschaft und Verzweiflung kennengelernt und die Skala der Emotionen  durchlebt haben, um all dies in seinem Spiel ausdrücken zu können."

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Foto: privat

Nachruf zum Tode von Gerd Albrecht

Honorarprofessor an der Hochschule für Musik und Tanz Köln 

„Das Musikleben kann nur an denen wachsen,
 die es permanent in Frage stellen.“  So lautet ein berühmtes Zitat des Dirigenten Gerd Albrecht. Er war ein ständiger „In-Frage-Steller“, ein Suchender, ein Musiker, der sich nie mit dem „Status quo“ zufrieden gab und neue Wege der Interpretation ebenso suchte wie neue Formen des Konzertes, der Präsentation und der Vermittlung. Und so wurde er im Laufe seines vielseitigen Künstlerlebens zu einem der ganz großen und herausragenden deutschen Dirigenten, die das Musikleben wie nur wenige andere stets zum Wachsen und Gedeihen brachte. 

Es wäre müßig, hier alle künstlerischen Höhepunkte und Erfolge Albrechts aufzählen zu wollen; was aber erwähnt werden muss, ist sein als einer der Ersten in Deutschland an den Tag gelegte Einsatz für die Vermittlung von Musik, vor allem von zeitgenössischer Musik: In der Fernsehreihe „Wege zur Neuen Musik“ stellte Albrecht zusammen mit dem jeweiligen Komponisten in erläuternder Weise aktuelle zeitgenössische Kompositionen vor, was ihm 1974 den Grimme-Preis eintrug. Aufgrund des nachhaltigen Erfolges gründete Albrecht eine Anschlussreihe mit dem Rundfunksinfonieorchester Berlin: „Ganz neu, ganz nah – Neue Musik im Gespräch“. 

Für viele zeitgenössische Komponisten wurde er damit der ideale Interpret, so z.B. für Hans Werner Henze, György Ligeti, Wolfgang Riehm, Helmut Lachenmann oder Aribert Reimann. Zu seinen Verdiensten zählt es auch, Werke von zu Unrecht vergessen Komponisten, etwa Franz Schreker, Viktor Ullmann oder Othmar Schoeck, wieder in die Konzertsäle zurückgeholt zu haben. Vorbildhaft waren des Weiteren seine “Erklärkonzerte für Kinder“, die auf vielen DVDs und CDs festgehalten sind.

Gerade dieses intensive Bemühen um neue Formen der künstlerischen Vermittlung bewog unsere Hochschule, ihn im Rahmen einer ersten Arbeitsphase am Orchesterzentrum Dortmund, das von der HfMT Köln mitgetragen wird, im Sommersemester 2011 zum Honorarprofessor der HfMT Köln zu ernennen; hier erarbeitete er u.a. mit Studierenden unseres Hauses in vorbildlicher Weise neue Musik und vergessen Perlen der romantischen Orchesterliteratur.

Die HfMT Köln ist stolz darauf, dass sie einen so bedeutenden Musiker „in die eigenen Reihen“ aufnehmen durfte. Zu den Glanzzeiten des 1935 in Essen geborenen Dirigenten zählte - neben seinen Stationen in Lübeck, Kassel, Zürich oder Prag - vor allem die Zeit an der Hamburger Staatsoper von 1988 bis 1997 an der Seite von Peter Ruzicka.

Gerd Albrecht starb am 2. Februar dieses Jahres in Berlin.

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Francisco Concha Goldschmidt / 2. Preis beim Felix Mendelssohn Bartholdy / Foto: privat

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Herausgeber: Der Rektor der Hochschule für Musik und Tanz Köln
Redaktion: Dr. Heike Sauer
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Unter Krahnenbäumen 87
50668 Köln

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