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Ausgabe 5 (9/2014)

Inhaltsverzeichnis

 
Prof. Dr. Heinz Geuen / Foto: Horst Schmeck

Editorial 

Liebe Leserinnen und Leser,

der Blick aus meinem Arbeitszimmer fällt seit letztem Semester auf unseren neuen „grünen Hügel“, durch den auf der Marktebene die ehemalige Steintreppe ersetzt worden ist. Dieser gestalterische Akzent bildet zum einen den visuellen Abschluss einer Sanierungsmaßnahme, die uns in diesem Bereich auf Dauer vor Wasserschäden schützen soll, zum anderen ist das gerade jetzt so schön leuchtende Grün für mich ein Zeichen für eine hoffnungsvolle und vielversprechende räumliche Zukunft unseres Hochschulstandorts in Köln. Denn die Pläne für eine Erweiterung der Hochschule auf dem Gelände der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung auf der anderen Seite der Dagobertstraße scheinen allmählich konkrete Gestalt anzunehmen. Aber schon im kommenden Wintersemester werden wir eine Reihe von Verwaltungseinheiten aus dem Hauptgebäude „Unter Krahnenbäumen“ in eine Anmietung an den Theodor-Heuss-Ring verlagern und damit kurzfristig ca. zehn Räume für den Unterrichtsbetrieb zurückgewinnen, um damit die aktuelle Raumnot deutlich lindern. Auch das Rektorat wird das Haus verlassen, wobei es mir der maximal fünfminütige Fußweg zu meinem neuen Domizil erlauben wird, weiterhin eng in das Geschehen im Hauptgebäude eingebunden und dort auch spontan ansprechbar zu sein.

Anreiz und Anstrengung zugleich bedeutet auch die Veranstaltung des Internationalen Musikwettbewerbs Köln, den unsere Hochschule unter der künstlerischen Leitung meines Amtsvorgängers, Prof. Reiner Schuhenn, nun bereits zum zweiten Mal durchführt und bei dem in der zweiten Septemberhälfte zwei hochkarätige Jurys auf eine internationale Bewerberrunde in den Fächern Klavier und Gesang zusammentreffen wird.

Das Veranstaltungsangebot des Wintersemesters in Köln, aber natürlich auch in unseren Standorten in Aachen und Wuppertal, ist wieder vielseitig und vielversprechend. Besonders hinweisen möchte ich auf die Semestereröffnung am 6. Oktober um 19.30 im Konzertsaal der Hochschule in Köln, die musikalisch von unseren Gitarristen und dem Institut für Neue Musik gestaltet wird. Ich würde mich sehr freuen, Sie alle dazu und zu unserem anschließenden traditionellen Kölsch-Empfang im Foyer begrüßen zu können.

Herzliche Grüße

Ihr

Prof. Dr. Heinz Geuen
- Rektor - 

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Projekte und Veranstaltungen

Foto: Archiv

Internationaler Musikwettbewerb Köln 2014

18. – 28.09.2014 Hochschule für Musik und Tanz Köln

Für den zweiten Internationalen Musikwettbewerb Köln, der sich diesmal den Kategorien Gesang und Klavier widmet, haben sich 130 Musikerinnen und Musiker, Sängerinnen und Sänger beworben. Die Jury wählte aus den Einsendungen jeweils 30 TeilnehmerInnen aus, die nun nach Köln und Aachen für die weiteren Wettbewerbsrunden eingeladen wurden.

Fakten und Zahlen

Die Internationalität des Wettbewerbs spiegelt sich in den ausgewählten TeilnehmerInnen wieder. Nachwuchskünstler aus 17 Ländern werden zehn Tage lang die Hochschule beleben. Neben Japan, Deutschland und Großbritannien sind das China, Russland, Österreich, Belgien, Finnland, Ukraine, Italien, Rumänien, Südkorea, Südafrika, Kanada, Frankreich, Iran, USA und die Türkei. Der jüngste Teilnehmer kommt aus der Ukraine und ist 16 Jahre alt.

Nach dem Eröffnungskonzert am 18.09. um 19.30 Uhr im Konzertsaal der Hochschule in Köln mit den ersten Preisträgern des vergangenen Wettbewerbs, Hansung Yoo (Kategorie Gesang) sowie Mayumi Sakamoto (Kategorie Klavier), beginnen die Runden für Klavier am Freitag, 19.09. in der Hochschule für Musik und Tanz Köln am Standort Aachen und für die Kategorie Gesang am Standort Köln.
Die Finalrunden mit dem WDR Funkhausorchester unter der Leitung des jungen Dirigenten Alexander Prior finden am Donnerstag, 25.09. und am Freitag 26.09. jeweils ab 19.00 Uhr im Konzertsaal der Hochschule in Köln statt.

Preisgelder

An Preisgeldern steht diesmal eine Summe von 32.500 Euro zur Verfügung, die sich aus den Hauptpreisen und Sonderpreisen zusammensetzt. Auch das Publikum kann erneut in der Finalrunde einen Preis pro Kategorie vergeben. Außerdem winken den Preisträgern Anschlussengagements und eine Produktion mit dem WDR Funkhausorchester.

Preisträgerkonzerte

Am Samstag, 27.09. findet um 19.30 Uhr das Preisträgerkonzert der 2. und 3. Preisträger statt. Am Sonntag, 28.09. kann man sich im Funkhaus am Wallrafplatz um 11.00 Uhr von der Qualität der 1. Preisträger überzeugen. Dieses Konzert beginnt um 11.00 Uhr und wird zusammen mit dem WDR Funkhausorchester gestaltet und für die Übertragung im Rundfunk am Folgetag aufgezeichnet.
Alle Durchgänge und Konzerte sind öffentlich. Eintrittskarten für das Konzert am 27.09. gibt es an der Abendkasse in der Hochschule; Karten für den 28.09. bei KölnTicket.

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Foto: Paul Leclarie

unfolded no. 05 

Ein Tanzprojekt des Zentrums für Zeitgenössischen Tanz

  • 01.10.2014 (UA), 02./10./11./17. und 18.10.2014
  • jeweils 20.00 Uhr
  • Studiotheater ZZT, Turmstrasse 3-5, Köln - Nippes
  • Eintritt frei
  • Choreografien von Susanne Grau und Shumpei Nemoto

Das an der Hochschule für Musik und Tanz eingerichtete Zentrum für Zeitgenössischen Tanz (ZZT) zeichnet sich durch eine enge Zusammenarbeit mit dem professionellen Berufsfeld aus. Das ZZT arbeitet kontinuierlich daran, den Studierenden durch lokale, nationale und internationale Kooperation eine aktive Anbindung an ein heterogenes Berufsfeld zu bieten und dadurch die Professionalisierung, den internationalen Austausch und Interdisziplinarität zu fördern. In der zu Beginn des Wintersemesters stattfindenden Vorstellungsreihe unfolded setzen sich die jungen TänzerInnen mit Arbeitsweisen zeitgenössischer Choreografen auseinander und präsentieren die Ergebnisse dieses Prozesses der Öffentlichkeit. Die diesjährige Ausgabe präsentiert Arbeiten von Shumpei Nemoto (Japan) und Susanne Grau (Deutschland): 

Shumpei Nemoto wurde 1983 in Japan geboren. Er erhielt sein Training von Toyoshige Nemoto und Ikuko Nemoto in Japan (1989-1999) sowie in London an der English National Ballet School (1999-2000). Er tanzte mit dem Royal Ballet (2000-2001) und an der Deutschen Oper am Rhein (2003-2007). Shumpei Nemoto wurde 1999 mit dem Espoir Prix de Lausanne ausgezeichnet und erhielt 2009 den 2. Preis beim Choreographic Capture Competition  in München. Für das Festival 2010 in Tokio / Japan  choreografierte und tanzte er das Duett „for Whenever Wherever“. 2010 choreographierte und tanzte Shumpei Nemoto auf Einladung von Tok'Art ein Solo. Er präsentierte seine Choreografie „Ugoku“ beim International Choreographic Competition No Ballet 2011 in Ludwigshafen und wurde mit dem 2. Platz ausgezeichnet. Shumpei Nemoto produzierte darüberhinaus 2008 und 2009  das Kulturevent „konoyubi ART“ in Tokio, Japan. Als Lehrer arbeitete er  mit zahlreichen Schulen, darunter The Royal Swedish Ballet School, University of Dance and Circus in Stockholm und The National Conservatory Dance School in Lisbon. Darüberhinaus war er in Japan, Schweden and Portugal als Workshoplehrer für u.a.  Coaching und Improvisation engagiert.

Susanne Grau studierte zeitgenössischen Tanz am ZZT an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Sie arbeitete u.a. mit Choreografen wie Georg Reischl, Mårten Spångberg, Ted Stoffer, Angela Schubot und Jared Gradinger, Sabina Perry, Didier Théron und Reut Shemesh. Seit 2012 ist sie Mitglied des MichaelDouglas Kollektiv. 2013 ging sie für ein 3-monatiges Praktikum bei Movement Research nach New York. 2014 realisierte sie gemeinsam mit dem Regisseur Julian Rauter die Produktion "Traum einer Sache / Geschichte der Vögel" in Koproduktion mit dem LOFFT Theater Leipzig und in Kooperation mit dem Maschinenhaus Essen.

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Foto: Christian Nielinger

5. Nacht der Tasten CLAVIERNACHT 2014 

Aufforderung zum Tanz

  • 21.11.2014, 19:30 Uhr, HfMT Köln

Die Claviernacht der Hochschule für Musik und Tanz ist bereits Kölner Tradition. Zum fünften Mal treffen sich Lehrende und Studierende ALLER Tasteninstrumente mit unseren Konzertgästen zu einem musikalischen Gedankenaustausch. Vom „Zupfinstrument“ Cembalo über die Fortepianos und den modernen Konzertflügeln (die zuweilen als „Schlaginstrumente“ bezeichnet werden) bis zu den beiden Blasinstrumenten unserer Spezie, Orgel und Akkordeon, widmen wir uns wieder EINEM verbindenden Element: Der Verkörperung in der Musik und aus der Musik heraus.

Ob in Barocken oder Klassischen Tanzformen am Hofe oder auf dem Lande, in den Salons des 19. Jahrhunderts, in den rasant sich verändernden Stilen des 20. Jahrhunderts oder der Gegenwart - stets ist der Tanz Spiegel unterschiedlicher Gesellschaftsformen ebenso wie individuelle Ausdruckssprache.  

Wir laden Sie herzlich ein zu geselligen Tanztees, die Sie ins Wien um 1800 versetzen, oder Sie begeben sich nach Frankreich oder Lateinamerika. Es erwarten Sie gedeckte Tische mit Tee und internationalem Gebäck!

Die Internationalität unserer Studentenschaft wird im „Multiculti“-Konzert zu hören sein, wenn Studierende kleine Kostproben aus ihren jeweiligen Herkunftsländern zu Gehör bringen. 

Junge Tänzer und Tänzerinnen des Zentrums für Zeitgenössischen Tanz (ZZT) unserer Hochschule erarbeiten eine Performance mit unserer Jazzabteilung. 
Erstmals wird ein Auftragswerk der Claviernacht zu hören sein. Entdecken Sie das Werk des jungen Komponisten Jason Tran für Cembalo, Akkordeon und Klavier, das im Eröffnungskonzert uraufgeführt werden wird. 

Und - wie beim letzten Mal erwartet Sie wieder Außergewöhnliches und Zauberhaftes um Mitternacht bei der „Surprise Nocturne“ im Konzertsaal. 

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Composer Collider 

Ein Projekt des Ensemble MusikFabrik in Zusammenarbeit mit dem Institut für Neue Musik 

Bei einer Kollision, einem Zusammenstoß, bleibt bekanntlich nichts wie es vorher war. Das kann riskant sein, aber wenn man die Kollision in guten Bahnen lenkt, dann entsteht durch den Zusammenprall etwas Schönes, das für alle Beteiligten überraschend und bereichernd ist. 

Der Composer Collider, der nicht von ungefähr an das CERN in Genf, in dem Atome in Hochgeschwindigkeit aufeinander losgeschossen und zur Kollision gebracht werden, denken lässt, ist eine wunderbare musikalische Forschungsanlage, in der alle Teilnehmer vielseitig voneinander profitieren. Junge Komponisten treffen auf das Ensemble MusikFabrik und erproben ihre neuesten Werke, hören ihre musikalischen Ideen, erforschen Klänge und Formen. Es wird gelernt, gehört, ausprobiert, diskutiert, korrigiert und gelacht.

Alle eint und treibt die gemeinsame Neugier auf das Unbekannte in den Tönen.
Im Composer Collider wird die gesamte Arbeit dokumentiert, die Komponisten erhalten eine Aufnahme ihres Stückes und schon mehrmals ergab sich aus dem Collider eine Fortführung der Zusammenarbeit zwischen Komponisten und Ensemble. So stellt der Composer Collider eine ideal Brücke für die jungen Komponisten in die „reale“ Welt der Neuen Musik jenseits der Hochschulen dar. Er ist ein enorm wichtiges Moment für den weiteren künstlerischen Weg und ein Glücksfall für die Ausbildung. Für das Ensemble schafft der Collider den direkten Kontakt zur jeweils jüngsten Komponistengeneration und ihren neuen Ideen und die einstudierenden Dirigenten profitieren ebenfalls von der Erfahrung mit einem Weltklasse-Ensemble arbeiten zu können. Der Composer Collider bringt Kompositionsklassen unterschiedlicher Hochschulen unter einem gemeinsamen Ziel zusammen und ist immer offen für Zuhörer. 

Die Kommentare der Teilnehmer sind durchweg sehr positiv (es gibt einen Kurzfilm bei YouTube, der das eindrücklich zeigt: www.youtube.com/watch) und ich selbst möchte bei jedem Collider „Heureka“ rufen, weil sich immer wieder neue Einblicke eröffnen und Ideen zu Klängen werden.

Nach einem Composer Collider bleibt nichts wie es war – was könnte uns Besseres passieren?

Der nächste Composer Collider mit dem Ensemble MusikFabrik wird vom 10. Bis 15. November 2014 stattfinden und Studierende und Lehrende polnischer Hochschulen und aller Hochschulen aus NRW zusammenbringen.

Homepage: Institut für Neue Musik

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Berichte

 

Foto: Archiv

Stipendien für Blechbläserinnen aus Gleichstellungsmitteln vergeben

Am 1. April wurden zwei Stipendien für Blechbläserinnen aus Gleichstellungsmitteln vergeben. Aus Gleichstellungsmitteln der HfMT Köln sind zum SoSe 2014 zwei Stipendien für Masterstudentinnen klassischer Blechblasinstrumente vergeben worden. Ziel des Stipendiums ist es, Studentinnen in Bereichen zu fördern, in denen Frauen bisher wenig vertreten sind, und ihnen durch finanzielle Unterstützung den Berufseinstieg zu erleichtern. Die Höhe der Stipendien beträgt je € 4.000 (Auszahlung über den Zeitraum eines Jahres).

Die Bewerberinnen zeigten am 1. April in Darbietungen von 10-15 Minuten Länge ihr Können, insgesamt haben 7 Studentinnen vorgespielt. Die Kommission, bestehend aus Prof. Ulrich Flad, Prof. Anna Freeman, Dr. Gesa Finke, Katja Gavazi und Felipe Espinosa Wang, war erfreut vom hohen Niveau der Bewerberinnen und entschied nach ausführlicher Besprechung, die Stipendien aufgrund exzellenter Leistungen an Anna Katharina Swartman (Horn) und Shiori Doi (Posaune) zu vergeben. 
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Notizen

Foto: Archiv

Weiterbildungsangebot im Netzwerk der Musikhochschulen für das Wintersemester 2014/15

Im Wintersemester 2014/15 geht das Weiterbildungsprogramm des Netzwerks der Musikhochschulen für Lehrende und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung in den zwölf Netzwerkhochschulen in die dritte Runde. „Herausfordernde Situationen in der Lehre“, „Interkulturelles Kompetenztraining“ und „Erfolgreiche Teamführung an Musikhochschulen“ sind einige Beispiele aus dem Angebot.

An der HfMT Köln finden zwei Workshop statt: „Üben und Unterrichten im Flow“ am Freitag, den 12.12.2014 (Referent Dipl.-Psych. Andreas Burzik) und „Überblick gewinnen und fair bleiben – zum konstruktiven Umgang mit sozialen Konflikten“ (Referentin Dipl.-Psych. Gerda Reiff) am Freitag, den 7.11.2014.

Die Anmeldung zu den Workshops erfolgt über Frau Maika Dübler.
Das gesamte Workshopangebot finden Sie im Flyer.

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Foto: www.hfmt-koeln.de

Stipendienangebot 

Auf der Homepage der Hochschule für Musik und Tanz Köln werden seit dem SoSe 2014 Stipendien ausgeschrieben. Es handelt sich dabei um Stipendien, die von der Hochschule und externen Stipendiengebern angeboten werden. Teilweise wird man auf eine Website verwiesen. Für weitere Informationen sind in den jeweiligen Ausschreibungen Ansprechpartner benannt. Wir bitten Sie, sich bei Fragen an diese zu wenden, da die externen Stipendien von der Hochschule für Sie als Studierende nur auf diesem Weg veröffentlicht und zugänglich werden. Bei Interesse an einem Stipendium lohnt sich der regelmäßige Aufruf der Homepage, da kurzfristig Stipendien eingehen und über das ganze Jahr verteilt verschiedene Stipendien angeboten werden. Unter www.mystipendium.de können Sie gezielt nach einem Stipendium suchen.

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Personalia

Aus unserer Hochschule seit Beginn des Wintersemesters 2014/15 ausscheidende Lehrende:

Neu an unserer Hochschule

Ernennung zum Hornorarprofessor

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Foto: privat

Professor Jacob Leuschner

Dass die Charakterisierung als „umtriebig“ insbesondere auf den Pianisten und Hochschullehrer Jacob Leuschner zutrifft, werden viele, die ihn näher kennen, sicher bestätigen. Dabei ist dies zunächst eine rein äußerliche Feststellung, die aber Substanz erhält, wenn man sich vergegenwärtigt, was Prof. Leuschner so alles beinahe gleichzeitig und offensichtlich mühelos meistert: So schafft er es beispielsweise, ohne erkennbare Ermüdungserscheinungen von einem langen Flug und einer anstrengenden Kurs- und Konzerttätigkeit aus Japan zurückkehrend, direkt vom Flughafen in die Hochschule zu kommen, um eine Laudatio zu halten, danach beinahe nahtlos seine Unterrichtstätigkeit aufzunehmen und einen eigenen Klavierabend vorzubereiten. Dass er, unermüdlich und leidenschaftlich unterrichtend, es fast „nebenbei“ schafft vor den kritischen Ohren der Hochschulöffentlichkeit auch einen Zyklus mit allen 32 Beethoven-Sonaten zu spielen, sei schon fast beiläufig erwähnt. Und last but not least ist ihm auch die akademische Selbstverwaltung nicht etwa lästig, sondern eine Aufgabe, die er als Vorsitzender der Klavierkommission oder als Mitglied der Senatskommission für Studium und Lehre mit großem Engagement und natürlich mit der ihm eigenen Leidenschaftlichkeit ausfüllte. Dabei ist er eigentlich gar kein Getriebener, sondern ein Mensch, der sich Zeit nimmt für Gespräch und Muße. Bei solchen Gelegenheiten zeigt sich Jacob Leuschner als Mensch, der über eine enorm breite Bildung verfügt, differenziert zu argumentieren weiß und seine ästhetischen oder fachpolitischen Positionen auf das Genaueste begründet. 

Jacob Leuschner, der zuvor schon in Lübeck und Weimar unterrichtete und 2008 seine Professur in Köln antrat, führt es zum Wintersemester 2014/15 nun an die Musikhochschule nach Detmold, die ihn ehrenvoll für ihn und auch für uns auf eine W3-Professur berufen hat.

Er bleibt uns noch ein wenig als Lehrbeauftragter in Köln erhalten und wird sicher auch sonst als leidenschaftlicher (und hoffentlich auch immer vorsichtiger) Autofahrer auch danach sicher noch hin und wieder den Weg aus dem beschaulichen Lipperland in die Domstadt einschlagen. Bei allem Bedauern über den Verlust wünschen wir Jacob Leuschner alles Gute für seinen Neustart. 

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Foto: privat

Prof. Susanne Kelling 

Einen ehrenvollen Ruf auf eine Professur für Gesang an der Musikhochschule Nürnberg erreichte unsere langjährige Lehrbeauftragte Susanne Kelling. Sie ist ein Kölner Gewächs, absolvierte zunächst ein Violoncello-Studium, um danach bei Prof. Klesie Kelly-Moog Gesang zu studieren. Dass diese Entscheidung richtig war, zeigte nicht nur eine glanzvolle künstlerische Reifeprüfung und ein ebenso erfolgreiches Konzertexamen, sondern auch ihre Bühnenkarriere, die sie über die Bayerische Staatsoper München und viele weitere bedeutende nationale und internationale Theaterstationen an das Staatstheater am Gärtnerplatz München führte, wo sie seit nunmehr zehn Jahren ein gern gesehener Gast ist.

In Köln hat sie mit Liebe, Engagement nicht zuletzt Humor unterrichtet und sich als geachtete Gesangspädagogin eingebracht. Zuletzt konnten wir sie auf unserer Hochschulbühne unter anderem mit einer beeindruckenden Interpretation von Luciano Berios Sequenza III für Frauenstimme bewundern. Wir gratulieren Susanne Kelling und wünschen ihr einen guten Start in das Nürnberger Professorenleben.

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Foto: privat

Prof. Claus Kanngiesser

Endgültiger Abschied von der Hochschule

Als gerade mal Mittzwanziger kaum älter als seine ersten Studierenden wurde Claus Kanngiesser als seinerzeit jüngster Professor für Violoncello 1971 an die Musikhochschule Saarbrücken berufen. Dort trat er die Nachfolge von keinem Geringeren als Maurice Gendron an. 1987 wechselte er nach Köln, wo er auch nach seiner offiziellen Pensionierung im Jahr 2010 weiter im Lehrauftrag unterrichtete. Der international renommierte Solist, Kammermusiker und Lehrer war an unserer Hochschule sieben Jahre lang Prorektor und Stellvertreter des seinerzeitigen Rektors Prof. Josef Protschka. Über dieses Amt hinaus hinterließ er im Laufe seiner über 25 Kölner Jahre auf mannigfaltige Weise seine Spuren. Claus Kanngiesser hat sich immer als Dienender an der Hochschule und an seinen Studierenden verstanden. Sein ruhiges Temperament sowie sein verbindliches und freundliches Wesen hinderten ihn allerdings nicht daran, in norddeutscher Klarheit hier und dort auch entschieden Position zu beziehen – zumal dann, wenn künstlerische Aspekte im Hochschulalltag  zu sehr unterzugehen drohten.Nun gibt er am 13. Oktober 2014 ein Abschiedskonzert, um sich von Freunden und Weggefährten seiner langen akademischen Karriere sowie von seinen zahlreichen ehemaligen Schülerinnen und Schülern endgültig zu verabschieden. Die Hochschule für Musik und Tanz Köln ist Claus Kanngiesser zu großem Dank verpflichtet und wünscht ihm alles Gute für einen kreativen „Unruhestand“. 

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Foto: privat

Prof. Dr. Annette Kreutziger-Herr

Beurlaubt

„Es ist vielleicht die Mischung aus dem kulturwissenschaftlichen Blickwinkel, der die Welt selbst und den Menschen, in den Blick nimmt, der zu dem führt, was man anderswo ein Sabbatical nennt, eine Auszeit als Denkzeit. So charakterisiert Annette Kreutziger-Herr selbst ihre Entscheidung, für zwei Jahre ihre musikwissenschaftliche Professur an unserer Hochschule ruhen zu lassen und sich, wie sie weiter sagt, mit nichts weniger als mit der Frage „Was ist der Mensch?“ zu beschäftigen. Diese Frage in einen neuen Kontext zu stellen, in ihrem Lebensmittelpunkt Berlin auch die Selbständigkeit zu erproben, Buchprojekte zu initiieren und zu betreuen, den Berliner Senat beim Aufbau einer zivilgesellschaftlichen, interreligiösen Plattform zu beraten sowie in Form einer affiliated professorship ehrenamtlich beratend in Illinois tätig zu sein – all dies verdient unseren Respekt.   Verbunden damit ist unser Bedauern darüber, Annette Kreutziger-Herr (vorübergehend) als Kollegin zu verlieren. Mit ihren Schwerpunkten in den Bereichen Mittelalterforschung, Kulturwissenschaft und Gender Studies, den zahlreichen von ihr betreuten Promotionen und Publikationen sowie ihrem in die weit in Hochschule hineinreichenden interdisziplinären Engagement hat sie in den vergangenen zehn Jahren eine wichtige Rolle in der Hochschule ausgefüllt. Wir wünschen ihr alles Gute für ihre neuen Aufgaben. 

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Foto: www.michaelborgstede.com

Prof. Michael Borgstede 

Wenn ein aktiver und renommierter politischer Journalist und Publizist eine Festanstellung als Nahost-Korrespondent bei der „Welt“ aufgibt, mit seiner israelischen Frau und drei kleinen Kindern aus  Tel Aviv nach Köln zieht, um hier als Nachfolger von Ketil Haugsand nun eine Professur für Cembalo und Generalbass zu übernehmen – ja dann kann es sich nur um Michael Borgstede handeln.  Mühelos kann man mit ihm, dem versierten, in Norddeutschland geborenen Journalisten und Musiker im Gespräch zwischen dem Nahost-Konflikt  und der Generalbasspraxis hin und her wechseln und erlebt dabei einen Menschen, der immer zugewandt, hellwach und hochmotiviert ist.  Seine künstlerische Vita ist zudem so beeindruckend, dass man sich fragt wann und wie dieser Mann (und Familienvater) in seinen parallelen Lebenswelten gelebt haben mag. Nach seinem Cembalostudium bei Jacques Ogg und Ton Koopman in Den Haag  befasste sich Borgstede nicht nur mit der für Alte Musik zentralen Kammermusikpraxis, sondern betrieb darüber hinaus ein Orgelstudium und nicht minder intensiv das Spiel auf dem Fortepiano. Sein auch auf zahlreichen preisgekrönten CDs dokumentiertes Spiel und ebenso sein Unterricht profitieren darüber hinaus von einem umfangreichen Quellenstudium, das er vielfältig in die interpretatorische Praxis zu übertragen weiß und das ihn zu immer neuen, teilweise auch überraschenden Resultaten inspiriert. Für seine Kölner Stelle ist ihm die Erweiterung seines Fachgebietes auf den Generalbass ein so wichtiges Anliegen, dass auch die Denomination seiner Professur entsprechend erweitert wurde.  Maßgeblich für diesen Wunsch sind die professionellen Erfordernisse, die Borgstede für sein Instrument sieht. Er gibt zu bedenken, dass mit einer fast ausschließlichen Konzentration der cembalistischen Praxis auf die Sololiteratur Absolventinnen und Absolventen in diesem Fach kaum in der Lage seien, eine auskömmliche berufliche Existenz aufzubauen. Zugleich, so Borgstede, habe sich die Generalbasspraxis in den letzten Jahren und Jahrzehnten in einer Weise zu einem Feld innovativer künstlerischer Interpretation entwickelt, das es auch für zukünftige  Cembalistinnen und Cembalisten zu entdecken und weiterzuführen gelte. 

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Foto: www.hmt-leipzig.de

Prof. Claudio Martinez Mehner

Es kommt sicher nicht alle Tage vor, dass ein durch künstlerische Individualität und kritische Sachkompetenz gekennzeichnetes Kollegium wie das der Pianistinnen und Pianisten unserer Hochschule im Rahmen eines Berufungsverfahrens in geradezu stürmische  Begeisterung verfällt, um einen  neuen Kollegen zu küren.  Claudio Martinez Mehner, dem  in Bremen geborenen, einer deutsch-spanischen Familie entstammenden Pianisten und Hochschullehrer ist dies offenbar gelungen. Zum Wintersemester 2014/15 wird er die Nachfolge Pavel Gililovs als Professor für Klavier antreten.International wie seine familiäre Herkunft ist auch sein Werdegang, der ihn vom Königlichen Konservatorium  und der Escuela Superior de Música Reina Sofía in Madrid über das Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau, der Hochschule für Musik in Freiburg  bis nach Baltimore zu Leon Fleisher führte. Auch seine Solo-Karriere führte ihn als Solist  um die Welt, wobei er schon bald lehrend als Assistent von Dimitri Bashkirov in Madrid  tätig war und sich schließlich  als begehrter Dozent für Klavier an der Musikakademie in Basel niederließ. Dort lebt seine Familie und dort wird er neben seinem Kölner Hauptamt auch weiterhin noch einige Studierende betreuen.Claudio Martinez Mehner fasziniert nicht nur als Künstler von hoher Intellektualität und stupender Virtuosität  sowie durch seine von hoher Sensibilität getragene pädagogische Haltung. Er versteht sich darüber hinaus als Pädagoge mit einem grundlegenden, man könnte sagen integrativen Bildungsanspruch. Selbst Geiger und Bratschist auf professionellem Niveau, hat er unter seinen Klavierstudierenden in Basel ein Streichquartett etabliert und ermöglicht ihnen auf diese Weise musikalische Erfahrungen und Repertoirekenntnisse, die man „nur“ am Klavier so nicht machen könnte. Regelmäßig unterrichtet er auch am Clavichord (das auch auf seiner Kölner Ausstattungswunschliste stand), um Anschlagssensibilität  und Klangkultur zu schulen.  In unserer Hochschule wird  Claudio Martinez Mehner  eine große Lücke schließen und dazu beitragen, die Strahlkraft der Kölner Klavierausbildung weiter zu steigern.

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Dr. Corinna Herr

Vertretungsprofessorin

Zum Wintersemester 2014/15 wurde Frau Dr. Corinna Herr mit einer Vertretungsprofessur für die beurlaubte Kollegin Prof. Dr. Annette Kreutziger-Herr beauftragt. Die vermeintliche Namensgleichheit mit unserer beurlaubten Kollegin ist übrigens reiner Zufall. Kein Zufall allerdings ist, dass viele Forschungsfelder von Dr. Corinna Herr eine hohe Affinität zu Arbeitsschwerpunkten ihrer (temporären) Vorgängerin aufweist. So hat sie intensiv im Bereich der Genderforschung und der Entwicklung sozial- und kulturwissenschaftlicher Konzepte in der Musikwissenschaft gearbeitet und verfügt nicht zuletzt durch ein privates Gesangsstudium über eine hohe Affinität zu künstlerischer Arbeit. Nach Studium in Bochum und London promovierte sie als Stipendiatin des Graduiertenkollegs an der Universität Bremen, um 2009 ihre akademische Qualifizierung mit der Habilitation an der Bochumer Ruhr-Universität, dem Ausgangsort ihrer akademischen Laufbahn, abzuschließen. Zuvor  und danach hat sie in einer Reihe hochkarätiger Wissenschaftsprojekte mitgearbeitet. Dabei verdient das DFG-Projekt „Kastraten in der Musikgeschichte“ besondere Erwähnung, zumal daraus auch die Habilitationsschrift  Herrs erwuchs.  Lehraufträge (Robert-Schumann Hochschule Düsseldorf) sowie Vertretungs- und Gastprofessuren in Bayreuth und Berlin ermöglichten es unserer neuen Kollegin auch umfangreiche Erfahrungen in der Lehre zu sammeln. Über die genannten Bereiche hinaus  hat Dr. Corinna Herr auch  Forschungs- und Lehrschwerpunkte in den Bereichen Musiktheater (17. und 18. Jahrhundert), Historische Aufführungspraxis sowie Musik und Medien. Damit ist sie sowohl für die Erfordernisse in der Lehre und den  kollegialen wissenschaftlichen Diskurs als auch in Bezug auf Kooperationsmöglichkeiten mit den künstlerischen Fachbereichen unserer Hochschule bestens aufgestellt.

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Prof. Christian Brunnert

Ernennung zum Honorarprofessor

Seit beinahe 35 Jahren erster Solocellist des Beethovenorchesters Bonn, seit mehr als 15 Jahren Lehrbeauftragter für Violoncello an unser Hochschule, umfangreiche Erfahrungen als Kammermusiker („Goldberg Trio“), Juror (Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“) oder als Coach der Cellogruppe des Bundesjugendorchesters – das sind die Highlights aus der künstlerischen und pädagogischen Bilanz Christian Brunnerts. Viele unserer Studierenden verdanken seinem Unterricht im Orchesterliteraturspiel und seinem Probespieltraining ihre Positionen in erstklassigen Orchestern. Als Leiter von Registerproben für die Cellisten im Hochschulorchester hat er maßgeblich dafür gesorgt, dass sich aus Individualisten am Instrument auch Musiker mit einem gruppenfähigen  Klang entwickeln. Nicht zuletzt gilt seine Zuwendung dem Pre-College Cologne  (PCC), wo er Kammermusik unterrichtet und Jungstudierende betreut.Christian Brunnert gehört zu den Persönlichkeiten, die nicht auf den ersten Blick im Mittelpunkt einer Hochschule stehen, ohne die aber  das so genannte „Kerngeschäft“ ins Leere laufen würde. Seine künstlerische  Autorität und seine Erfahrung und nicht zuletzt die durch ihn gegebene Möglichkeit, die künstlerische Entwicklung der Studierenden kontinuierlich mit den Erfordernissen der professionellen Praxis in Verbindung zu bringen, haben für unsere Hochschule  einen unschätzbaren Wert. Wir freuen uns daher sehr, dass Christian Brunnert nun als Honorarprofessor auch sichtbar zum Professorenkollegium unserer Hochschule gehört.

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Foto: Theater Aachen

Prof. Michael Schmitz-Aufterbeck

Die Überraschung war ihm und dem versammelten Publikum deutlich anzumerken als Intendant Michael Schmitz-Aufterbeck anlässlich der Premiere unserer Hochschulproduktion  von Mozarts  Oper „La Finta Giardiniera“  am Ende des vergangenen Semesters im  Aachener Stadttheater zum Honorarprofessor ernannt wurde.  Geehrt wird er durch diese Auszeichnung für ein fast zehnjähriges Engagement für unsere Hochschule, das den Rahmen, den unser Kooperationsvertrag  mit dem Theater vorgibt, bei weitem überschreitet.  So finanziert die „Aachener Theaterinitiative“  regelmäßig ein Jahrespraktikum für Studierende, das der Intendant persönlich begleitet und das zu einer wichtigen Startbühne für unsere Studierenden geworden ist. Viele Karrieren, die Absolventinnen und Absolventen etwa an die Hamburgische Staatsoper oder die Staatsoper Berlin führten, haben ihren Anfang in Aachen genommen. Gleiches gilt auch für die „Orchesterinitiative des Aachener Theaters“, durch die im Aachener Orchester für die berufliche Zukunft von Musikerinnen und Musikern wichtige Praktikumsplätze ermöglicht werden.Michael Schmitz-Aufterbeck  ist jedoch keineswegs nur Ermöglicher „vor Ort“ in seinem Haus. Ebenso geschätzt wird seine kritisch-konstruktive Begleitung von Studierenden im Rahmen von Vorsingtrainings, wodurch er  maßgeblich den Professionalisierungsprozess  von künftigen Opernsängerinnen und -sängern mitgestaltet. Nicht zuletzt ist es seine  Offenheit gegenüber Neuem, die mit den Interessen und Zielen einer Hochschule auf das Allerbeste harmoniert.  So hat er im Sommersemester 2013  die spektakuläre Uraufführung  der Oper „Sweetieorpheus“ unseres Studenten Ole Hübner ermöglicht und ist in eine Zusammenarbeit mit unserem Zentrum für Zeitgenössischen Tanz eingetreten, die für die fragile Sparte des Zeitgenössischen Tanzes wunderbare Möglichkeiten schafft und Köln und Aachen noch stärker miteinander verbindet.Die Hochschule für Musik und Tanz freut sich auf die weitere gute Zusammenarbeit mit dem Intendanten an unserem Aachener Standort.

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Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung

Ende des Sommersemesters 2014 ist am Standort Wuppertal Frau Marita Lehnberg in ihre Altersteilzeit verabschiedet worden. Frau Lehnberg war zuletzt als Assistenz des Direktoriums des Standortes und davor als Büroleitung des Dekans des ehemaligen Fachbereichs Wuppertal tätig. Sie hat in den letzten 25 Jahren unermüdlich und mit viel Herzblut und Humor die Geschicke des Wuppertaler Hauses begleitet, den Umzug von Elberfeld nach Barmen begleitet und hatte für alle Fragen und Nöte stets ein offenes Ohr. Die Hochschule für Musik und Tanz bedankt sich bei Frau Lehnberg für ihre engagierte Arbeit und wünscht ihr alles Gute für einen aktiven Unruhestand.

Weder verwandt noch verschwägert mit unserer Kanzlerin ist Frau Lea Mara Steffen, die mitten in der ruhigen Zeit zwischen Sommer- und Wintersemester den Aufgabenbereich von Frau Lehnberg als Assistenz des Direktoriums in Wuppertal übernommen hat. Wir wüschen ihr viel Erfolg!

Als Auszubildende in der Verwaltung am Standort Köln haben Fabienne Huschke und Leonie Salz am 01. September ihre Tätigkeit in unserer Hochschule aufgenommen. Wir heißen sie herzlich willkommen und hoffen, dass sie sich bald einleben werden. 

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Foto: Horst Schmeck

Nachruf Prof. Michael Luig

Fast genau ein Jahr vor seinem offiziellen Ruhestand verstarb in der Nacht vom 01. auf den 02. September 2014 überraschend Prof. Michael Luig, Professor für Orchesterdirigieren und künstlerischer Leiter des Hochschulorchesters. Schon im Sommersemester war Michael Luig krankheitsbedingt beurlaubt, nahm aber noch an der Orchesterkonferenz teil und versprühte trotz seiner seit Längerem manifesten gesundheitlichen Einschränkungen die ihm eigene Lebenskraft sowie seine unverkennbare Leidenschaftlichkeit für die Orchesterarbeit in unserem Haus.

Michael Luig war in den zwanzig Jahren seiner Lehrtätigkeit in Köln ein über die Maßen engagierter Hochschullehrer, für den die geistige Durchdringung der Partitur die Voraussetzung für die technische Realisierung von Musik darstellte und der auf dieser Basis seine Dirigierschüler zu höchsten Leistungen zu motivieren verstand. Als Leiter des Hochschulorchesters gelang es ihm, dieses im Unterschied zu professionellen Klangkörpern immer wieder neu zu konstituierende Ensemble stets zu Höchstleistungen zu animieren. Unvergessen sind beispielsweise seine Aufführungen von Werken Ravels, Strawinskys (Sacre du Printemps!)  oder von Richard Strauss in unserem Konzertsaal. Dass sein letztes Konzert als Leiter des Hochschulorchesters am 15. November 2013 mit einem Schreker/Strawinsky-Programm seine künstlerische „Abschiedssymphonie“ in unserem Haus sein würde, haben wir damals nicht ahnen können. 

Michael Luig konnte aus einer erfüllten künstlerischen Karriere schöpfen. Seine Stationen als Dirigent führten ihn u.a. von der Deutschen Oper am Rhein, den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main und dem Staatstheater Saarbrücken 1989 in die Position des Generalmusikdirektors in Augsburg, von wo aus er 1994 die Professur an unserer Hochschule annahm. Gastdirigate führten ihn auch weiterhin ins In- und Ausland, wo sein außergewöhnlich großes Konzertrepertoire und sein sowohl intuitives, von einer intensiven Zeichensprache geprägtes als auch intellektuell durchdrungenes Dirigat sehr geschätzt wurde. 

Nur drei Monate nach seinem verehrten Lehrer und Vorgänger im Amt, Prof. Volker Wangenheim, verlieren wir mit Michael Luig einen leidenschaftlichen, von seiner künstlerischen und pädagogischen Aufgabe durchdrungenen Kollegen und Lehrer. 

Die Hochschule für Musik und Tanz Köln wird Michael Luig ein ehrendes Andenken bewahren.

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Jin Sae Kim / 3. Preis "International Guitar Competition" / Foto: privat

Unsere Preisträger

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Redaktion: Dr. Heike Sauer
Gestaltung: Silke Gutermuth

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