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Fronleichnamskirche der Ursulinen

Unterrichts- und Veranstaltungsraum

 

Die Ursulinen kamen während des Dreißigjährigen Kriegs 1639 aus Lüttich nach Köln. Erst 1651 erhielten sie die Genehmigung zum Daueraufenthalt und zur Gründung der ersten höheren Mädchenschule in Deutschland. 1671 konnten sie an der Machabäerstrasse ein Grundstück erwerben. Es grenzt unmittelbar an die mittelalterliche Stadtgrenze, dem heutigen „Unter Krahnenbäumen“, vis-à-vis der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

1673 wurde der Grundstein für das Kloster gelegt, wobei man den Boden eines römischen Heiligtums freilegte und fünf Altäre fand, die weiblichen Gottheiten geweiht waren. Der Bau der Klosterkirche „ad cultum Divinum et honorem Venerabilis Sacramenti“ wurde erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts begonnen. Der Bergische Herzog und Rheinpfälzische Kurfürst Johann Wilhelm und seine zweite Gemahlin, die Mediceerin Anna Maria Lovisa von Toskana waren den Ursulinen als Mäzene zugetan und stellten ihnen ihren Bensberger Schlossarchitekten, den Venezianer Matteo Conte d'Alberti zur Verfügung.

Die Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg bis auf die Aussenwände und den Triumphbogen restlos zerstört. Nach zehnjähriger Aufbauarbeit konnten ab 1954 wieder Gottesdienste in der Kirche gefeiert werden. 1999 übernahm das Erzbistum Köln die Kirche von den Ursulinen. Umfangreiche Restaurierungsarbeiten begannen. Die Wiederherstellung der farblichen Fassung der Architektur innen wie außen ist dem Gestaltungskonzept Matteo Albertis verpflichtet. Wesentlich für die Raumwirkung war die Überführung des Kolumba-Baldachinaltars (1703) von St. Gereon in die Ursulinenkirche in 2003.

Im gleichen Jahr erwarb die Hochschule für Musik und Tanz Köln eine Orgel  von Jürgen Ahrend, die eigens für den Raum konzipiert wurde. Das Instrument entspricht dem Typ der norddeutschen Barockorgel. Der Neubau der Orgel nach historischem Vorbild und die Restaurierung der Kirche konnte in Zusammenarbeit mit dem Erzbischöflichen Generalvikariat, dem Rektorat der Ursulinenschule und dem Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen realisiert werden.

Die Kirche wird von der Hochschule für Musik und Tanz seit der feierlichen Orgelweihe am 15. Mai 2003 als Unterrichts- und als Veranstaltungsraum genutzt.Im Rahmen der Maikonzerte waren  neben Professoren der Musikhochschule u.a. Gustav Leonhardt, Jean-Claude Zehnder und Harald Vogel zu Gast.

Anschrift

Ursulinenkirche St. Corpus Christi 
Machabäerstr. 39 - 47
50668 Köln

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