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Lehrende

Prof. Dr. Yvonne
Hardt

Curriculum Vitae

Ausbildung

Nach ihrer ursprünglichen Ausbildung in modernem Tanz, legte sie ihren Schwerpunkt auf Release-basierte-Tanztechnik und Contact Improvisation. Zudem studierte sie Theaterwissenschaft und Geschichte in Berlin und Montreal, Kanada.
Anschließend promovierte sie am Graduiertenkolleg „Körper-Inszenierungen“ der Freien Universität Berlin zu den politischen Dimensionen des modernen Tanzes in der Weimarer Republik. Von 2003-2008 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin und hat dort den Masterstudiengang „Tanzwissenschaft“ mit aufgebaut. Im akademischen Jahr 2008/9 war sie Assistant Professor for Dance, Choreography and Dance Studies an der University of California, Berkeley.

Forschung

Ihre Forschungsschwerpunkte und Interessen sind: Tanzgeschichte und historiographische Methoden, Gender- und Körpertheorien, Austauschprozesse zwischen Theorie und Praxis des Tanzes, choreografische Verfahren, Tanz und Medien und postkoloniale Theorien.
Zur Zeit arbeitet sie an einem Forschungsprojekt zu einer performativen Inszenierung von Tanzgeschichte im zeitgenössischen Tanz in Europa und ist beteiligt an der vom Tanzplan Deutschland initiierten Methodenhandbuch zu Zeitgenössischen Tanztechniken.

Künstlerische Tätigkeit

Neben ihrer akademischen Tätigkeit arbeitet Yvonne Hardt kontinuierlich als Choreografin. Nach ersten Soloprojekten wie Could not have it this morning (1996), gründete sie 1997 die Tanzkompanie BodyAttacksWord (BAW), für die sie zahlreiche abendfüllende Produktionen erarbeitet hat: Counting on Gertrude (1998), Amazon Obsessions (1999), Dress-Es: Bewegungsstudien zu Gertrude Stein (2001), Keep on Walking (2002), Lusciously Pathetic (2003), Grenzwertig und andere Herzensangelegenheiten (2005)und zuletzt Jellyfish and Exuberant Love (2006) und TR_C_NG (2007). Auf vielfältige Weise erforscht Yvonne Hardt in diesen Arbeiten die Beziehung zwischen Tanz und anderen künstlerischen Medien, u.a Literatur, Film und Architektur. 

Seit 2003 arbeitet sie zudem verstärkt daran, ihre tanzwissenschaftlichen Projekte und ihre choreografische Arbeit zu verbinden. So untersuchen ihre jüngsten Choreografien Lusciously Pathetic (2003) und Grenzwertig und andere Herzensangelegenheiten (2005) das Verhältnis sowie die historischen Dimensionen von Emotionen im Tanz. Zum selben Thema initiierte sie in Zusammenarbeit mit der Tanzfabrik Berlin und dem Berliner Tanzkreis die Tagung „e-motions in motion“ sowie verschiedene Lecturevortäge.
Yvonne Hardt ist besonders an den Austauschprozessen zwischen Theorie und Praxis interessiert. Mit ihren Arbeiten, insbesondere ihren letzten Produktion Jellyfish and Exuberant Love und TR C NG stellt sie die immer noch gezogene Trennungslinie zwischen Theorie und Praxis in Frage. Die Stücke können performative Reflektion von der Geschichte und Rekonstruktion von Tanz verstanden werden. Ebenso wie sie tänzerische Arbeit als einen unerlässlichen Bestandteil für analytische Erkenntnisse begreift, ist für sie eine tanztheoretische und -geschichtliche Auseinandersetzung ein wichtiger Impulsgeber für choreografische Arbeiten.

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