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Lehrende

Prof. Dr. Yvonne
Hardt

Curriculum Vitae

Ausbildung

Yvonne Hardt, Prof. Dr.

ist seit 2009 Professorin für Tanzwissenschaft und Choreographie an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Nach ihrer Tanzausbildung, studierte sie Theaterwissenschaft und Geschichte in Berlin und Montreal, Kanada. Sie promovierte am Graduiertenkolleg „Körper-Inszenierungen“ der Freien Universität Berlin zu den politischen Dimensionen des modernen Tanzes in der Weimarer Republik. Von 2003-2008 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin und war von 2008-2009 Assistant Professor for Dance, Choreography and Dance Studies an der University of California, Berkeley. Sie war zudem Gastprofessorin an der Université de Nice Sophia-Antipolis in Nizza. Für die Lehre entwickelt sie dezidiert Formate an der Schnittstelle von Theorie und Praxis.

Forschung

Ihr Forschungsinteresse gilt derzeit der methodologischen Weiterentwicklung der Tanzwissenschaft als interdisziplinäre Wissenschaft, insbesondere historiographische Methoden an der Schnittstelle von Theorie und Praxis sowie eine praxeologische Erforschung von Tanztechniken, Vermittlungskonstellationen und Bildungsprozessen im zeitgenössischen Tanz. Dazu leitet sie im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundforschungsprojekt „Kulturelle Bildung durch Tanz“ das Kölner Teilprojekt zur „Entwicklung eines methodischen Leitfaden zur Analyse von Vermittlungskonstellationen im zeitgenössischen Tanz.“

Weitere Schwerpunkte ihrer Forschung und Lehre sind: Politische Dimensionen von Tanz, Institution und Tanz, Gender und Medien.

Künstlerische Tätigkeit

Neben ihrer akademischen Tätigkeit arbeitete Yvonne Hardt als Choreografin. Nach ersten Soloprojekten wie „Could not have it this morning“ (1996), gründete sie 1997 die Tanzkompanie BodyAttacksWord (BAW), für die sie zahlreiche abendfüllende Produktionen erarbeitet hat: „Counting on Gertrude“ (1998), „Amazon Obsessions“ (1999), „Dress-Es: Bewegungsstudien zu Gertrude Stein“ (2001), „Keep on Walking“ (2002), „Lusciously Pathetic“ (2003), „Grenzwertig und andere Herzensangelegenheiten“ (2005) und zuletzt „Jellyfish and Exuberant Love“ (2006) und „TR_C_NG“ (2007). Auf vielfältige Weise erforscht Yvonne Hardt in diesen Arbeiten die Beziehung zwischen Tanz und anderen künstlerischen Medien, u.a Literatur, Film und Architektur.  

Seit 2003 kennzeichnen ihre Projekte eine enge Verzahnung von tanzwissenschaftlicher und choreografischer Arbeit. So untersuchen ihre Choreografien „Lusciously Pathetic“ (2003) und „Grenzwertig und andere Herzensangelegenheiten“ (2005) das Verhältnis sowie die historischen Dimensionen von Emotionen im Tanz. In ihren Produktion „Jellyfish and Exuberant Love“ und „TR C NG“ stellt sie die immer noch gezogene Trennungslinie zwischen Theorie und Praxis in Frage. Die Stücke verstehen sich als performative Reflexionen von Tanzgeschichte und Rekonstruktion auf der Bühne.

 

 

 

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